Spielzeit über fünf statt acht Wochen

Plan B für die Festspiele: Fraktions-Trio sichert 1,4 Millionen Euro Zuschuss zu

Das Bild zeigt von links Karsten Vollmar, Andrea Zietz und Andreas Rey vor der Stiftsruine.
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Drei für die Festspiele: Karsten Vollmar, Andrea Zietz und Andreas Rey (von links).

Die Bad Hersfelder Festspiele können für 2021 planen: Das Fraktions-Trio aus SPD, CDU und Grüne/NBL sichert 1,4 Millionen Euro Zuschuss zu.

Bad Hersfeld - In einer gemeinsamen Erklärung sicherte die neue stadtpolitische Mehrheit aus SPD, CDU und Grüne/NBL Intendant Joern Hinkel den üblichen Zuschuss von 1,4 Millionen Euro zu. Darüber hinaus sprach sich das Fraktions-Trio für den sogenannten „Plan B“, eine verkürzte Spielzeit von fünf Wochen, aus.

Das im Vorgriff auf den Haushalt gegebene Finanzierungsversprechen ist das von den Theatermachern erhoffte Signal, um ab sofort Künstler verpflichten und den Vorverkauf in die Wege leiten zu können (unsere Zeitung berichtete).

Die drei Fraktionsvorsitzenden Karsten Vollmar (SPD), Andreas Rey (CDU) und Andrea Zietz (Grüne/NBL) befürworten einen Spielplan, der ein Schauspielstück und ein Musical beinhaltet, ebenso soll es ein Familienstück geben. Auch im Schloss Eichhof könne gespielt werden. „Plan A“ wäre das volle Programm gewesen.

„Wir stehen hinter unseren Festspielen und wissen um die Bedeutung für die gesamte Region. Am städtischen Zuschuss wollen wir deshalb in voller Höhe festhalten und freuen uns, dass es aus Berlin und Wiesbaden ebenfalls erste Signale gibt, die Festspiele auch im kommenden Jahr uneingeschränkt zu unterstützen“, so Andrea Zietz.

„Wir möchten uns ausdrücklich bei Intendant Joern Hinkel und der kaufmännischen Leiterin Andrea Jung für die detaillierte Ausarbeitung der möglichen Varianten bedanken. Auch wenn aufgrund der aktuellen Lage natürlich ein Restrisiko bleibt, hat uns dies die Möglichkeit einer schnellen und verantwortungsbewussten Entscheidung gegeben“, ergänzt Andreas Rey.

„Unter Abwägung möglicher Risiken und Einbeziehung der angespannten finanziellen Lage sind wir zu dem Ergebnis gekommen, im nächsten Jahr statt der üblichen achtwöchigen Spielzeit nur mit fünf Wochen an den Start gehen zu wollen“, sagt Karsten Vollmar. Keiner wisse genau, wie sich die Infektionszahlen weiter entwickeln werden und mit welchen Einschränkungen möglicherweise noch zu rechnen sei. „Wir müssen deshalb vorsichtig kalkulieren. Gleichzeitig sollen aber Qualität und damit Anziehungspotenzial der Festspiele gesichert sein – das ist wichtig für Hotels, Gaststätten und das Festspielumfeld“, erklärt Vollmar. (Karl Schönholtz)

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