Statistik des Standesamts

Mia und Paul waren 2019 die beliebtesten Vornamen im Kreis

ARCHIV - Ein rosa und ein blauer Schnuller, aufgenommen am 14.04.2015 vor zwei Babys in Frankfurt (Oder) in Brandenburg. In Rheinland-Pfalz hält der Babyboom an, 2016 gab es nach vorläufigen Angaben 37 511 Geburten (zu dpa "Babyboom im Land" vom 20.12.2017) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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An der Spitze der beliebtesten Vornamen im Kreis Hersfeld-Rotenburg gab es einen Wechsel - aber sonst wenige Veränderungen.

Mia und Paul waren im Jahr 2019 die beliebtesten Vornamen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Das zeigt die Statistik des Bad Hersfelder Standesamts vom 1. Januar bis 23. Dezember.

Elf Mal nannten Eltern ihr neugeborenes Mädchen Mia, zwölf Mal wurde der Name Paul gewählt. 2018 hatten Ella und Jonas ganz oben auf der Liste gestanden – wobei Paul damals schon genauso häufig vergeben worden war wie Jonas. Emma und Jonas wiederum waren 2017 am häufigsten vergeben worden.

„In den Top Ten ändert sich meist nur wenig“, sagt der Bad Hersfelder Standesbeamte Matthias Heyer aus Erfahrung und mit Blick auf relativ kurze Zeiträume. Im Standesamt der Kreisstadt werden alle Geburten im Klinikum Bad Hersfeld beurkundet – das Krankenhaus ist das einzige im Kreis, das noch über eine Geburtshilfestation verfügt.

Auf Rang zwei landeten 2019 bei den Mädchennamen Emma und Lilli. Beide Namen wurden je acht Mal vergeben, wobei mit Lilli doch auch ein neuer Name in der Spitzengruppe zu finden ist. Den dritten Platz teilen sich Anna, Lina und Sophia (7), gefolgt von Ella, Greta, Hanna und Johanna (6).

Bei den Jungen folgt mit neun Beurkundungen Noah an zweiter Stelle, Rang drei teilen sich Finn und Leonard (8). Auch Finn war im Jahr zuvor noch nicht in der Spitzengruppe vertreten. Fast ebenso beliebt waren 2019 Hannes, Henry und Max (7).

Von insgesamt 964 Kindern haben 188 zwei Vornamen. Drei Vornamen gab es in 13 Fällen. Bei den Zweitnamen stand 2019 Sophie (9) auf der Beliebtheitsskala ganz oben, gefolgt von Elisabeth (5). Bei den Jungen waren es Stefan und Can, die allerdings nur drei beziehungsweise zwei Mal vergeben wurden. In unserer Rubrik Babyboom findet man übrigens alle Fotostrecken zu den Neugeborenen aus dem Jahr 2019.

Ablehnen mussten Heyer und seine Kollegen auch in diesem Jahr keinen Namen. Auch mit vielen, vor einigen Jahren noch unbekannten ausländischen Namen sei man inzwischen vertraut. Im Zweifelsfalle stelle man Recherchen an. „Grundsätzlich sind wir offen und flexibel“, hatte Heyer schon 2017 betont. Ein Kriterium für die Zulässigkeit eines Vornamens ist das Persönlichkeitsrecht des Kindes, das nicht verletzten werden darf. 

Hintergrund: So sieht es deutschlandweit aus

Deutschlandweit waren Emma und Ben im Jahr 2019 erneut die beliebtesten Vornamen für Neugeborene – zumindest in der Statistik von Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld. Bei den Mädchen folgen Emilia, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Lina, Mila, Marie, Ella und Lea. Bei den Jungen belegen Paul, Finn/Fynn, Leon, Jonas, Noah, Elias, Felix, Luis/Louis und Henri/Henry die Plätze zwei bis zehn. In einer Vorab-Prognose der Gesellschaft für deutsche Sprache, die ebenfalls jedes Jahr ein Ranking erstellt, liegen Marie und Paul vorn. (nm)

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