Sechs neue Schulen kommen dazu

Pakt für Nachmittag an den Grundschulen wird ausgeweitet

Hersfeld-Rotenburg – Sechs weitere Grundschulen werden sich ab kommendem Schuljahr am Pakt für den Nachmittag beteiligen. Damit wird das Nachmittagsangebot weiter ausgebaut.

Bisher nehmen zwölf Grundschulen am sogenannten Pakt für den Nachmittag teil, berichtet Landrat Dr. Michael Koch auf Anfrage unserer Zeitung.

Künftig mit dabei sind die Astrid-Lindgren-Grundschule (Hauneck), die Heinrich-Auel-Schule (Rotenburg), die Kolibri-Schule (Asbach), die Solztalschule (Sorga), die Grundschule Landeck (Schenklengsfeld), und die Steigleder-Schule (Friedewald).

Der Kreis erhält vom Land für das Schuljahr 2019/2020 drei zusätzliche Stellen aus dem Stellenkontingent. Das entspricht über 150.000 Euro. Die Schulen entscheiden selbst, ob sie damit Lehrer oder Schulsozialarbeiter bezahlen wollen. „Es geht beim ‘Pakt’ nicht nur um ein Betreuungs-, sondern um ein Bildungsangebot“, betont Koch, denn es gebe an den Schulen nachmittags beispielsweise Musik, Kunst oder Brandschutzschulungen. Gleichwohl müsse deshalb nicht jeder Lehrer nachmittags in der Schule sein. Landrat Koch hatte stets betont, der Pakt für den Nachmittag sei für ihn eine „Herzensangelegenheit“. Im benachbarten Thüringen seien derartige Angebote „längst eine Selbstverständlichkeit“. Eltern solle durch die Nachmittagsbetreuung ermöglicht werden, berufstätig zu sein. Davon profitiere auch die Wirtschaft, die händeringend nach Arbeitskräften sucht, sagt Koch.

Um die Schulen bei der Umsetzung und Organisation zu unterstützen, habe der Kreis eigens die Schulservice GmbH gegründet.

Hintergrund

Kinder besser fördern

Mit dem sogenannten Pakt für den Nachmittag will das Land Hessen die individuelle Förderung der Schüler, aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Im Schuljahr 2018/2019 beteiligen sich landesweit 208 Schulen an der Umsetzung. Der Opposition im Hessischen Landtag geht der Pakt nicht weit genug. Sie spricht von einer Mogelpackung und fordern mehr Geld für den Ausbau „echter Ganztagsschulen“. Im Kreis beteiligen sich bisher: Ernst-von-Harnack-Schule, Wilhelm-Neuhaus-Schule (beide Bad Hersfeld), Schule im Baumgarten, (Bebra), Haunetal-Schule, Georg-August-Zinn-Schule (Heringen), Grundschule Ronshausen, Grundschule Neuenstein, Grundschule Hönebach, Albert-Schweitzer-Schule (Rotenburg), Tannenbergschule (Nentershausen), Grundschule Hohenroda.

Von Kai A. Struthoff

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

Kommentare