Schritt für Schritt mehr Sicherheit

Ortsbeirat Johannesberg setzt sich für Radler und Fußgänger ein

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Wieder sichtbar: Die verblasste Markierung des Radwegs auf der Kiefernallee wurde komplett erneuert. Die Schutzzone darf von Autos nur ausnahmsweise befahren werden.

Bad Hersfeld – Schritt für Schritt bemüht sich der Ortsbeirat des Bad Hersfelder Stadtteils Johannesberg um mehr Sicherheit und Komfort für Fußgänger und Radfahrer.

Dabei konnte Ortsvorsteher Günter Göttlicher jetzt auf zwei Erfolge aus jüngerer Zeit verweisen: In der Kiefernallee ist der Radweg auf der Fahrbahn neu markiert, und der Verbindungsweg vom Pappelweg zum Neukauf-Einkaufsmarkt ist jetzt barrierefrei. Der Wunsch nach einem Zebrastreifen im Douglasienweg wurde dagegen von der Stadt bisher abschlägig beschieden.

Göttlicher und dem Beirat geht es darum, den Eindruck zunehmender Raserei auf den Hauptverkehrsstraßen im Stadtteil Einhalt zu gebieten. Die Auffrischung der mit den Jahren fast völlig verblassten Radweg-Markierungen auf der Kiefernallee war dabei ein wichtiger Punkt: Die Schutzzone für die Radler darf von Autos normalerweise nicht befahren werden. Auf der somit künstlich verengten Fahrbahn für den motorisierten Verkehr ist nun erhöhte Vorsicht angesagt – hoffentlich bei verminderten Geschwindigkeiten.

Dass die Stadt im Douglasienweg an der Zufahrt zum Einkaufsmarkt keinen Fußgängerüberweg zur Bushaltestelle markieren will, kann Göttlicher nicht verstehen. Hier würden in der Stunde keine 50 Personen die Straße kreuzen, hieß es zur Begründung. „Das tun sie am Libri-Kreisel auch nicht. Und dort gibt es einen Zebrastreifen“, sagt Göttlicher und verweist auf die Fußwegverbindung von Kindergarten, Kirche und Supermarkt, die über den viel befahrenen Douglasienweg führen.

Immerhin: Auf Betreiben des Ortsbeirats wurde der Verbindungsweg vom Pappelweg zum Neukauf-Markt als Rampe barrierefrei gestaltet. Bisher standen hier gehbehinderten Nutzern drei Stufen im Wege.

Zwei weitere Themen brennen dem Ortsbeirat auf den Nägeln: Auch ein Jahr nach ihrer Gründung wartet die Feuerwehr im Stadtteil auf eine Unterkunft. Weil die zunächst angedachten Provisorien nur befristet genehmigt würden, soll nun so klein wie möglich, so groß wie nötig, aber vor allem normgerecht gebaut werden. Wenn alles gut geht, rutscht man noch dieses Jahr in das Förderprogramm des Landes. Der Standort neben dem VfB-Vereinsheim reicht auch dafür aus, aktuell wird neu geplant.

Unklar ist hingegen die Perspektive für die aktuell geschlossene Tennishalle: Die Eigentümer-Gemeinschaft will verkaufen, und angeblich gibt es einen Investor, der sogar eine ganzjährige Gastronomie ermöglichen will. Genaues hat Günter Göttlicher, der vor allem die weitere Nutzung des Bürgerraumes im Auge hat, jedoch nicht in Erfahrung bringen können.

In den städtischen Gremien war die Entscheidung über eine deutliche Verlängerung des Erbbaurechts als Sicherheit für einen Investor zuletzt vertagt worden.

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