Derzeit wird über den Mietvertrag verhandelt

Orthopädie in Bad Hersfeld soll bis 2023 bleiben

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Soll erst noch bleiben: Die Klinik für Orthopädie soll möglicherweise bis 2023 im Kurpark bleiben. Derzeit wird wegen einer Verlängerung des Mietvertrags verhandelt.  

Bad Hersfeld. Die geplante und heftig diskutierte Verlagerung der Orthopädie von Bad Hersfeld nach Rotenburg scheint zumindest vorerst vom Tisch zu sein.

„Die Orthopädie wird auf jeden Fall bis 2023 am jetzigen Standort in Bad Hersfeld bleiben.“ Das verkündete Meike Wienhold, Sprecherin der Bürgerinitiative zum Erhalt der Orthopädie in Bad Hersfeld. Sie will ihre Informationen aus zuverlässiger Quelle haben.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte der Pressesprecher des Klinikums Bad Hersfeld mit, dass derzeit mit dem Eigentümer des Gebäudes verhandelt werde mit dem Ziel, den Mietvertrag zu verlängern. Es sei jedoch noch nichts unterschrieben, betonte Hampe. Geplant ist, die Orthopädie von Bad Hersfeld nach Rotenburg zu verlagern. Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative gegründet.

Über 3300 Patienten, deren Angehörige sowie Bürgerinnen und Bürger aus Bad Hersfeld und der Region, haben sich bislang mit ihrer Unterschrift für den Erhalt der Orthopädie eingesetzt.

„Wir freuen uns sehr, dass mit diesem wichtigen Schritt in die richtige Richtung im Sinne dieser Menschen gehandelt wird“, sagt Wienhold.

Ziel der Bürgerinitiative sei es weiterhin, die Orthopädie dauerhaft, ohne zeitliche Begrenzung, an ihrem jetzigen Standort im oberen Kurpark in Bad Hersfeld zu erhalten.

„Wir bekommen ständig weitere Unterschriften“, so der Mitsprecher der BI Hans-Jürgen Schülbe, „was uns darin bestärkt, weiterhin dafür zu arbeiten.“

Immer wieder würden die Vorzüge der Orthopädie im Rahmen der Unterschriften-Sammlung bestätigt:

• Die hervorragende medizinische Behandlung und persönliche Betreuung.

• Der bundeweit gute Ruf.

• Die gute, zentrale Erreichbarkeit.

• Die erstklassige Nachbehandlung und gute Genesung.

„Aber vor allem muss der Schutz vor multi-resistenten Krankenhauskeimen höchste Priorität haben! In einem großen Klinik-Komplex, wie in Rotenburg, würde sich die Infektionsgefahr enorm erhöhen. Die Orthopädie hat seit ihrem Bestehen bewiesen, dass solche Keime dort unter Kontrolle sind. Es hat dort noch nie eine Infektion mit diesen gefürchteten Keimen gegeben. Das muss auch so bleiben, das ist man den Patienten einfach schuldig,“ meint Meike Wienhold. (red/zac)

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