Bad Hersfelder Festspiele

„Shakespeare in Love“: Opulentes Theater mit Gefühl, Action und Anspruch

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Opulentes Theater mit Anspruch: „Shakespeare in Love“ gibt es nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr noch einmal. Auf der Bühne Viola de Lesseps (Natalja Joselewitsch) und Will Shakespeare (Dennis Herrmann).

Bad Hersfeld – Große Gefühle, opulente Kostüme, actionreiche Fechtszenen, skurrile Typen, viel Humor – und ein Hund: „Shakespeare in Love“ bietet pralles Theater.

Das Theaterstück nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard in der Bühnenfassung von Lee Hall war bei seiner Deutschlandpremiere in Bad Hersfeld im vergangenen Jahr so erfolgreich, dass es nun auch dieses Jahr wieder auf dem Spielplan steht, erstmals heute Abend um 21 Uhr.

Erzählt wird die Geschichte des jungen Will Shakespeare, der unter einer Schreibblockade leidet, dem aber mehrere Theatermacher auf die Pelle rücken, weil er ihnen ein neues, zugkräftiges Stück versprochen hat.

Und dann ist die die junge Adelige Viola de Lesseps, deren Lebenstraum das Theater ist. Frauen auf der Bühne waren jedoch im England des 16. und 17. Jahrhundert undenkbar. Also gibt sich Viola als Mann aus.

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Es kommt, wie es kommen muss. Will und Viola verlieben sich, obwohl sie einem anderen versprochen ist. Wie sie sich finden und ihre Träume verwirklichen, das wird munter und sehr unterhaltsam erzählt, ohne sich dabei mit historischen Fakten zu belasten. Dazu gibt’s reichlich Shakespeare – großes Theater im Theater.

Das alles kam nicht nur beim Publikum hervorragend an, sondern auch bei der Kritik. Die beiden Hauptdarsteller Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann wurde für ihr jugendlich-erfrischendes Spiel und ihre berührende Darstellung der Liebenden mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet.  zac

Weitere Vorstellungen gibt es am 9., 13.,15.,18., 19., 21., 25. und 26. Juli sowie am 1. August zu jeweils wechselnden Zeiten.

Video von der Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele

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