Atemschutzgeräteträger

Feuerwehrleute im Landkreis sind fit - Was niedrige Durchfallquoten bestätigen

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Feuerwache Eschwege, Trainingsgelände Atemschutz

1418 Feuerwehrleute dürfen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei einem Brand ein Atemschutzgerät verwenden. Diese kommen nicht nur bei Häuserbränden zum Einsatz. 

Das teilte Pressesprecherin Jasmin Krenz mit. Im Landkreis engagieren sich aktuell 3231 Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren.

Die Anzahl der Atemschutzträger klingt hoch. Aber: „Wir wissen zwar, dass es im Landkreis insgesamt viele Atemschutzträger gibt. Aber nicht, ob es in jeder Gemeinde genug sind“, gibt Rotenburgs Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut zu Bedenken.

Das sei ein Problem. „Die Stärke einer Feuerwehr hängt stark von der Anzahl der Atemschutzträger ab“, sagt Pierre Walter, Wehrführer in Bad Hersfeld. Denn Atemschutzgeräteträger kommen immer zum Einsatz, wenn giftiger Rauch austritt. 

Und das ist fast immer der Fall. „Sogar bei Pkw-Bränden auf offenem Feld. Denn in den Fahrzeugen ist sehr viel Kunststoff verbaut“, sagt Fleischhut.

Atemschutzgeräte-Lehrgang

58 Absolventen haben den Atemschutzgeräte-Lehrgang 2018 bestanden, acht Teilnehmer nicht. „Die Durchfallquote ist meistens gering. Die Leute wissen, was auf sie zukommt. Dementsprechend halten sie sich fit“, sagt Christian Bärmann, Pressesprecher bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld. 

75 Feuerwehrleute können im Landkreis jährlich zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet werden. Der Lehrgang dauert 35 Stunden.

Zuvor prüfen Arbeitsmediziner die Fitness der Teilnehmer. Sie testen unter anderem die Sehkraft, das Lungenvolumen und das Gehör. Zudem werden ein Belastungs-EKG und ein großes Blutbild erstellt. Die ärztliche Untersuchung muss alle drei Jahre wiederholt werden.

Im Theorieteil thematisieren die Ausbilder die drohenden Risiken bei einem Einsatz und wie man sich bei Gefahren verhalten muss. Im praktischen Teil gewöhnen sich die Lehrlinge an die Geräte. 

„Das Tragen einer Schutzmaske ist ein sehr beklemmendes Gefühl“, erklärt Walter. Das Atmen fühle sich an, als würde man Luft durch einen Luftballon holen. (jfw)

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