ZWISCHEN DEN ZEILEN

Nicht nur meckern: Leidenszeiten, Fortschritt und Präsenz

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Karl Schönholtz

Um den Vorwurf der Bestechlichkeit gegen einen Beamten des Kreises, das Parkleitsystem in Bad Hersfeld und eine prominente Schauspielerin geht es in unserer Kolumne.

Inhaltlich gibt es an dieser Stelle zu den Bestechlichkeits-Vorwürfen gegen einen Beamten der Kreisverwaltung nichts mehr zu sagen – dafür sind bis zum Abschluss des Verfahrens Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht zuständig. Doch die äußeren Umstände verdienen schon noch die eine oder andere Anmerkung.

So frage ich mich beispielsweise, warum sich die Geschichte über so viele Jahre hinziehen musste. So geht es zum Teil um Vorgänge aus dem Jahr 2009, und ermittelt wird seit 2014. Das ist für den Betroffenen schon eine arg lange Leidenszeit. Und wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass sich ein eventuelles Fehlverhalten strafrechtlich im niederschwelligen Bereich abgespielt hat, dann ist die Dauer-Belastung für den Angeklagten und seine Familie entschieden zu hoch.

Zu kurz war die Zeit in diesem Fall jedoch, als der für den vergangenen Donnerstag anberaumte Prozesstermin kurzfristig abgesagt wurde. Zwar wusste die HZ Bescheid und hat das auch geschrieben, doch die geladenen Zeugen waren auf dem Postweg offenbar nicht mehr rechtzeitig zu erreichen gewesen. Also standen sie im Gericht parat, um wenig später unverrichteter Dinge wieder gehen zu dürfen.

Auch hier frage ich mich, ob das nicht hätte besser laufen können, zum Beispiel durch den Griff zum Telefon.

Parkleitsystem verbessert

Man soll ja nicht immer nur meckern. Wir werden zwar von Lesern immer wieder darauf hingewiesen, dass auch das modernisierte Parkleitsystem seine Tücken hat und einzelne freie Stellplätze fehlerhaft anzeigt. Doch damit kommt meiner Ansicht nach zu kurz, dass wir jetzt endlich an den Einfallstraßen eine übersichtliche Rundum-Information mit Wegweisern und freien Kapazitäten zu Parkhäusern und großen Parkplätzen haben. Wer noch die alten Siemens-Kisten vor Augen hat, die außer den Statusangaben frei, besetzt oder gesperrt nichts weiter mitzuteilen hatten, der muss die neuen Anzeigen gutheißen. Auch wenn sich im Detail vielleicht manches verbessern lässt.

Anouschka Renzi will Festspiele besuchen

Anouschka Renzi, einer der Stars der Bad Hersfelder Festspiele im vergangenen Jahr, ist aktuell sehr präsent: Ganzseitige Anzeigen des TV-Senders Vox werben in „Stern“ und „Bunte“ mit ihrem Porträt für die neue Serie „6 Mütter“. Und in Frankfurt steht die Schauspielerin in der Komödie in „Das Blaue vom Himmel“ noch bis Ende dieses Monats auf der Bühne.

Am Geschehen in Bad Hersfeld nimmt sie weiterhin großen Anteil, wie ihre Facebook-Posts zeigen, so etwa zur Vertragsverlängerung mit Intendant Joern Hinkel. Ein Wiedersehen mit Renzi in der Stiftsruine wird es allerdings im kommenden Sommer wohl nur auf den Zuschauerplätzen geben. Den Besuch in Bad Hersfeld hat sie sich aber fest vorgenommen.

Von KARL SCHÖNHOLTZ

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