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Neuer Kunstrasenplatz im Stadion an der Oberau in Bad Hersfeld eingeweiht

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Von: Laura Hellwig

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Bürgermeister Thomas Fehling testet den neuen Kunstrasenplatz.
Der Ball rollt wieder: Bürgermeister Thomas Fehling testet den neuen Kunstrasenplatz. © Laura Hellwig

Mit ersten Torschüssen ist am Freitag der neue Kunstrasenplatz im Stadion an der Oberau in Bad Hersfeld eingeweiht worden. Das Hessentag-Projekt war kontrovers diskutiert worden.

Bad Hersfeld – Es ist das Ende einer intensiven Vorbereitungszeit, einer guten Bauabwicklung und einigen fachlichen Auseinandersetzungen. An einigen Stellen wurde diskutiert, es wurde gar die Frage gestellt „ist so eine Anlage noch zeitgemäß und zweckmäßig?“. Jetzt aber ist er fertig – der neue Kunstrasenplatz am Stadion an der Oberau kann bespielt werden.

Bei einem Termin im Stadion kamen gestern Vertreter der Stadtverwaltung, des Planungsbüros SIG , der ausführenden Firma Schmitt sowie des Sportbetriebs zusammen, um sich ein Bild vom neuen Fußballplatz zu machen.

In einer kurzen Ansprache hob Bürgermeister Thomas Fehling die Bedeutung der „beeindruckenden Installation“ hervor. So könne die Sportstätte auch höherklassig bespielt werden und der parallele Sportbetrieb mit mehreren Gruppen sei wieder möglich.

Ralf Jäger, Vorstand des Jugendfördervereins Bad Hersfeld, ergänzte, dass ein Kunstrasenplatz wie dieser auch für die Gewinnung ehrenamtlicher Trainer und Betreuer eine Erleichterung darstelle. „Jetzt hat der Verein wieder eine Heimat“, freute sich Jäger, der seinen Verein mit dem neuen Kunstrasenplatz in einer privilegierten Situation sieht.

Martin Bode, Fachbereichsleiter technische Dienste fasste die Vorteile der neuen Anlage noch mal aus umwelttechnischer Sicht zusammen.

So benötige der Kunstrasenplatz im Gegensatz zu einem Naturrasen weniger Wasser und Düngemittel. Gleichzeitig könnten hier deutlich mehr Spielstunden absolviert werden. Auch die Flutlichtanlage wurde umgerüstet, sodass sie jetzt auch nur partiell leuchten und so Energie sparen könne.

Bürgermeister Fehling erinnerte außerdem daran, dass an gleicher Stelle auch ein Lullussportpark hätte entstehen können, für den es nach seinen Angaben damals 1,5 Millionen Euro mehr Fördergeld gegeben hätte.

Mit Blick in die Zukunft sei der B-Platz etwas versetzt worden, sodass gegebenenfalls eine Zuwegung für einen Wohnmobil- oder Zeltplatz entstehen könne, so Fehling.

Nun hat das Stadion an der Oberau einen 5904 Quadratmeter großen Kunstrasenplatz mit vier Spielfeldern zu bieten. Die meisten Kosten – inklusive Planung 790 000 Euro – stecken allerdings unter dem grünen Teppich. Schicht für Schicht wurden tausende Kubikmeter Baugrund vorbereitet, Rohre verlegt, Entwässerungsanlagen erneuert.

Ralf Jäger freut sich, bald wieder Gäste und Sportkameraden auf den neuen B-Platz, der alles andere als B-Ware sei, einzuladen. (Laura Hellwig)

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