Betriebsbahnhof Kirchheim

Vom Lkw auf den Zug: Walter Glänzer (CDU) regt Güterumschlag im Beiersgraben an

Der Bahnhof im Beiersgraben bietet sich nach Meinung von Walter Glänzer dafür an, ein Güterterminal einzurichten und hier Waren von der Bahn auf Lkw und umgekehrt zu verladen.
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Der Bahnhof im Beiersgraben bietet sich nach Meinung von Walter Glänzer dafür an, ein Güterterminal einzurichten und hier Waren von der Bahn auf Lkw und umgekehrt zu verladen.

Um die Schattenseiten des Warentransports zu begrenzen, bringt Neuensteins Bürgermeister Glänzer erneut die Idee eines Umschlagzentrums am Betriebsbahnhof Kirchheim ins Gespräch.

NEUENSTEIN – Abgase, verstopfte Straßen, mit Lastwagen zugeparkte Straßen in den Dörfern in Autobahnnähe – als Bürgermeister einer Gemeinde, die von der Logistik lebt, kennt Walter Glänzer sowohl die Vorteile als auch die Schattenseiten des Warentransports auf der Straße. Deshalb macht er nun einen Vorschlag, der Entlastung bringen könnte: Am Betriebsbahnhof Kirchheim im Beiersgraben könnte ein Güterumschlagzentrum eingerichtet werden, meint Glänzer.

200 Meter von A7 entfernt

Dass er nicht der Erste ist, der diese Idee hatte, stört Glänzer nicht, als er jetzt mit seinem Vorschlag an die Öffentlichkeit geht. Denn die Idee ist immer noch sinnvoll, findet Glänzer. Etwa 200 Meter Luftlinie ist der sogenannte Überholbahnhof von der Autobahn A 7 entfernt. Über eine zusätzliche Ausfahrt könnten Lkw den Bahnhof problemlos von der Autobahn aus anfahren.

Umladen auf Elektro-Lkw

Glänzer stellt sich vor, dass die Waren für die Logistikzentren in der Region – Niederaula, Bad Hersfeld, Ludwigsau, Friedewald oder Knüllwald mit der Bahn angeliefert werden. Dort könnten sie dann in Elektro-Lkw umgeladen und weitgehend über die Autobahnen ausgeliefert werden. Da die Logistik-Zentren in maximal 25 Minuten erreicht werden könnten, sei der Einsatz von Elektro-Lkw problemlos möglich. Die Fahrzeuge würden dann ihrerseits wieder mit Paketen und Waren bestückt und die Container im Beiersgraben auf den Zug gesetzt.

Ausstoß von Kohlendioxid verringern

Dass bei diesem System der 24-Stunden-Service der meisten Logistik-Unternehmen nur schwer gehalten werden könnte, ist Glänzer bewusst. Er ist jedoch überzeugt davon, dass dieses Angebot eine Menge zusätzlichen Verkehr zur Folge hat. Verkehr reduzieren, den CO2-Ausstoß verringern, die Natur schonen und die Menschen in den Dörfern an der Autobahn entlasten, das ist sein hauptsächliches Anliegen. Dass für den Bau des neuen Autobahnanschlusses weitere Waldflächen verbraucht würden, hält Glänzer für das kleinere Übel. Zudem stehe dort zurzeit kein Baum mehr, sagt er. (Von Christine Zacharias)

Betriebsbahnhof Kirchheim im Beiersgraben

Der Betriebsbahnhof Kirchheim auf Kirchheimer und Neuensteiner Gemeindegebiet an der ICE-Strecke Hannover-Würzburg wurde 1991 gebaut. Das Bauwerk liegt zwischen zwei Tunneln im Wald in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A7. Neben den durchgehenden Hauptgleisen stehen zwei Überholgleise und vier Nebengleise zur Verfügung. Bereits in der Bauphase hatten Lokalpolitiker vorgeschlagen, hier einen Güterumschlagplatz zwischen Straße und Schiene zu errichten. Das wurde von der Deutschen Bahn abgelehnt. (Quelle: Wikipedia)

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