Symbolfigur des Lullusfestes

Neue Regeln für Berufung des Feuermeisters in Bad Hersfeld

Die Symbolfigur des Lullusfestes: Feuermeister Klaus Otto bei der Eröffnung 2019 und Kastanienmeister Ian.
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Die Symbolfigur des Lullusfestes: Feuermeister Klaus Otto bei der Eröffnung 2019 und Kastanienmeister Ian.

Das Verfahren für die Auswahl der Symbolfigur des Lullusfestes in Bad Hersfeld soll neu geregelt werden. Auch eine Feuermeisterin ist denkbar. 

Wurde der Feuermeister, die Symbolfigur des Bad Hersfelder Lullusfestes, bisher mehr oder weniger freihändig aus dem Kreis der örtlichen Handwerksmeister gestellt, so soll das Verfahren künftig genau geregelt sein. Auch eine Feuermeisterin ist grundsätzlich denkbar.

Das letzte Wort hat dann der Magistrat, der den Feuermeister für die Dauer von vier Jahren wählt. Im Stadtverordneten-Ausschuss für Kultur und Bildung wurde die neue Richtlinie ohne weitere Diskussion einstimmig empfohlen. Sie soll dann durch die Stadtverordnetenversammlung am 6. Februar beschlossen werden.

Hintergrund der Vorlage ist das Stichwort Rechtssicherheit. Das Vorschlagsrecht hat demnach wie bisher die Kreishandwerkerschaft, die nach Möglichkeit einen in Bad Hersfeld geborenen Meister benennen soll. Ersatzweise gibt es Regelungen, die die Suche nach einem geeigneten Kandidaten erleichtern. Dieser Vorschlag wird dann an die Lullusfestkommission weiter gereicht, die ihrerseits an den Magistrat herantritt.

Die Wahlzeit umfasst dann vier Lullusfeste, bei denen der Feuermeister beispielsweise bei der Eröffnung des Festes dem jeweiligen Bürgermeister eine brennenden Fackel reicht, damit dieser das Lullusfeuer anzünden kann. Dieser Akt symbolisiert die Verbundenheit von Bürgerschaft und Rathaus.

Eine Wiederwahl des Feuermeisters ist möglich. Bisher war die Amtszeit in erster Linie vom Wollen des Amtsinhabers abhängig. Für Klaus Otto, den aktuellen Feuermeister, beginnt mit Inkrafttreten der Richtlinie die Wahlzeit von vier Jahren. Er wäre dann bis zum Lullusfest 2023 in Amt und Würden.

Die Figur des Feuermeisters wurde 1926 ins Leben gerufen. Neben der Handreichung für den Bürgermeister ist sein Auftritt beim Löschen des Feuers am Fest-Sonntag der zweite Höhepunkt. In (teilweise) gereimter Rede lässt der Feuermeister dann das vergangene Lollsjahr aus seiner Sicht Revue passieren. Zahllose repräsentative Auftritte im Vorfeld und während der Festwoche gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Feuermeisters, der traditionell in roter Weste und schwarzem Cape mit dem Stadtwappen auftritt.

Im Ausschuss wurde dazu einzig die Frage gestellt, ob die Aufwandsentschädigung von jährlich 1500 Euro nicht etwas knapp bemessen sei. Da von Seiten der Feuermeister bisher keine Klagen in dieser Richtung gekommen waren, gab es dann doch keinen Handlungsbedarf.

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