„Belagerung ist ein großes Ärgernis“

Neue Regeln fürs Be- und Entladen in der Bad Hersfelder Fußgängerzone

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Für das Be- und Entladen in der Bad Hersfelder Innenstadt gelten ab 14. Januar neue Regeln.

Bad Hersfeld. Um den Lieferverkehr in der Bad Hersfelder Fußgängerzone einzuschränken, gelten ab 14. Januar neue Regeln. Die Stadt kündigt auch Kontrollen an.

Zum 14. Januar verkürzen sich im Bereich der gesamten Fußgängerzone in Bad Hersfeld die zulässigen Zeiten für das Be- und Entladen. Das teilte die zuständige Verkehrsbehörde der Kreisstadt mit, die eine entsprechende Anordnung nach § 45 Straßenverkehrsordnung (StVO) erlassen hat.

Das Be- und Entladen wird damit ab dem 14. Januar montags bis freitags von 6 bis 10 Uhr und von 19 bis 21 Uhr möglich sein (bislang von Montag bis Freitag von 6 bis 11 Uhr und von 18 bis 21 Uhr). Die Lieferzeiten an Samstagen bleiben unverändert bei 6 bis 10 Uhr.

Die Beschilderung im Bereich sämtlicher Einfahrten zur Fußgängerzone wird entsprechend geändert. Welche Straßen und Bereiche in der Innenstadt genau von der neuen Regelung betroffen sind, kann auf der städtischen Internetseite unter www.bad-hersfeld.de (Ich bin Bürger) im Detail eingesehen werden.

Die städtische Ordnungsbehörde wird die Einhaltung der Be- und Entladezeiten besonders kontrollieren. Alle heimischen Unternehmen in der Fußgängerzone werden gebeten, ihre Zulieferer auf die Änderungen hinzuweisen.

Bürgermeister Thomas Fehling hatte den Schritt bereits angekündigt. „Ein großes Ärgernis sind die vielen Paket- und Lieferfahrzeuge, die zum Teil bis mittags die Fußgängerzone belagern“, sagte dieser. Es käme zu gefährlichen Situationen für Fußgänger und insbesondere für Kinder und Senioren, so Fehling.

Das Thema sei bereits seit einem Jahr in Gesprächsrunden und den Medien vorgestellt worden. Trotz zahlreicher Gespräche mit Lieferdiensten sei es zu keiner Verbesserung gekommen, sodass ein Eingreifen im Sinne der Daseinsvorsorge gerechtfertigt sei. Außerdem arbeite man daran, an den Einfahrtspunkten zur Fußgängerzone Verkehrsüberwachung zu installieren, damit unbefugte Einfahrten festgestellt und geahndet werden könnten. Wer eine Ausnahmegenehmigung habe, brauche indes nichts zu befürchten, heißt es.   (red/an)

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