Solidarität mit der Reisebranche

Kampagne in der Corona-Krise will alle Reiseanbieter unterstützen

SAW_02.05.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Leere Strandkörbe stehen bei trübem Wetter am Strand im Ortsteil Döse. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wird der Tourismus in Niedersachsen massiv beeinträchtigt. Die Strände der Stadt Cuxhaven dürfen derzeit lediglich von Einwohnern der Stadt oder dem Landkreis Cuxhaven genutzt werden. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Der Deutsche Reiseverband und der Deutsche Tourismusverband haben eine Kampagne ins Leben gerufen, die Reiseanbieter unterstützen soll.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) haben eine Kampagne ins Leben gerufen, die Reisende dazu aufruft, ihre schon gebuchten Reisen nicht zu stornieren, sondern aufzuschieben oder umzubuchen. Das Motto: Wer Reisen liebt, verschiebt.

Die Idee hinter der Solidaritätsaktion: Wenn Reisen in Absprache mit dem Reisebüro, Reiseveranstalter oder Gastgeber nicht gecancelt, sondern auf einen späteren Termin verlegt werden, bleibt die jetzt dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen.

Die aktuelle Krise ist beispiellos für die Reisewirtschaft.

Aber jede Krise ist irgendwann auch wieder vorbei. Und die Lust auf Urlaub wird sicherlich ungebrochen sein. Dann muss die Reisewirtschaft schnell wieder angekurbelt werden.

„Dabei können all jene helfen, die ihren Urlaub jetzt nicht absagen, sondern verschieben“, sagt der Präsident des Deutschen Reiseverbandes Norbert Fiebig. „Wir stecken mitten in einer der größten Krisen, die der Deutschlandtourismus jemals zu bewältigen hatte. Wenn Gäste und Gastgeber solidarisch sind, wenn jetzt alle mithelfen, können wir die Krise meistern – und sicherstellen, dass das Reiseland Deutschland in seiner großen Vielfalt an Angeboten attraktiv bleibt“.

Wer Reisen liebt, verschiebt

Warum also Reisen stornieren, die man später – auf welche Weise auch immer – sicher wieder antreten wird. Die Reisewirtschaft ruft deshalb auf zur Solidaritätsaktion: „Wer Reisen liebt, verschiebt!“ Das stützt alle – Reisefreudige dürfen weiter von ihrer zukünftigen Reise träumen, der Reisewirtschaft bleibt eine gewisse Stabilität erhalten. Denn die Leidenschaft fürs Reisen, die Neugierde auf fremde Kulturen und Menschen, die Sehnsucht nach Natur- und Landschaftserlebnissen werden auch nach dieser Krise ungebrochen sein.

Die Corona-Krise trifft diejenigen, welche in der Tourismusbranche arbeiten, hart. Die Auswirkungen gehen über den Reiseveranstalter und die Reisebüros hinaus, und betrifft den Naturführer im südlichen Afrika, die talentierten Weber in Cusco, bis hin zu dem Mann, der den Maiswagen in Mexiko- Stadt schiebt. Alle diese Menschen sind stark vom Tourismus abhängig, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Eine Reise auf einen späteren Zeitpunkt verschieben oder eine Reise zu planen, die man in der Zukunft machen möchte, ist eines der besten Dinge, die Reisende derzeit tun können. Abgesehen davon, dass sie zu lokalen Gemeinschaften und kleinen Unternehmen im Reiseland beitragen, bietet die Planung von Reisen am Ende des Tunnels ein Licht, auf das man sich freuen kann, wenn dieser Sturm vorbei ist.

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