Bad Hersfeld plant voraus

Neue Ideen für Weihnachtsmarkt: Träumen am Linggplatz

Der Mittelaltermarkt im Stiftsbezirk als Ergänzung zum Weihnachtsmarkt wurde schon letztes Jahr angeboten – mit Erfolg. Foto: Wilfried Apel/Archiv

Bad Hersfeld - Der Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt soll attraktiver werden. Jetzt werden Ideen gesammelt. Schon dieses Jahr soll sich manches ändern.

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten: Deshalb haben sich der Organisator des Bad Hersfelder Weihnachtsmarktes, Markus Heide von der Stadtverwaltung, der Magistrat und die Mitglieder der städtischen Lullusfestkommission, die auch den Weihnachtsmarkt beratend begleitet, schon im Januar getroffen, um Pläne für die kommende Veranstaltung zu schmieden.

Die wesentlichen Ergebnisse teilt die Stadt nun mit: So wollen sich die Verantwortlichen mit dem jetzigen Stand der städtischen Weihnachtsaktivitäten nicht zufrieden geben, sondern einen inhaltlichen Neubeginn.

Kultur als Aufhänger

Der Weihnachtsmarkt 2019 soll das Motto „Weihnachtsmarkt der Träume“ tragen, Aufhänger soll die Kultur sein. „Der Weihnachtsmarkt soll zukünftig als kultureller Jahresabschluss in Bad Hersfeld ein Highlight werden, welches auch überregional Besucher anzieht. Die Kommission hat das mittelfristige Ziel formuliert, spätestens in drei Jahren zu den besten 25 Weihnachtsmärkten in Hessen zu gehören“, heißt es in der Pressemitteilung von Stadt-Sprecher Meik Ebert. Zwar würden der Weihnachts- und der Wintermarkt auf dem Linggplatz gut angenommen, allerdings heben sie sich nicht gegenüber anderen Märkten ab. Folgende konkrete Ideen gibt es schon für dieses Jahr: Unter anderem soll ein Übergang zur Stadtkirche geschaffen werden, wenn dort etwa Adventsandachten und Konzerte stattfinden. Hier böten sich „Lichtpfade“ aus von Kindergartenkindern gebastelten Teelichtern an. Die Eingänge zum Weihnachtsmarkt sollen einheitlich gestaltet werden, um die Besucher willkommen zu heißen.

Und weil Bad Hersfeld eine Kulturstadt sei, und nicht nur die Festspiele, sondern durch viele andere Kultur- und Infrastrukturangebote habe, soll dieser Vorteil auch für die zukünftigen Weihnachtsmärkte genutzt werden. „Daher war es eine große Freude, dass Joern Hinkel für die Festspiele die aktive Unterstützung bereits zugesagt hat“, so Ebert. Dieser habe auch bereits mehrere vielversprechende Vorschläge skizziert.

Thema Märchen

Das Motto „Weihnachtsmarkt der Träume“ soll sich an den vier Wochenenden wiederfinden. Vorschläge hierzu sind das Thema Märchen am ersten Adventswochenende mit einem Zauberwald auf der Grünfläche gegenüber des News-Cafés. In diesem Bereich könnte es zudem Attraktionen für die jungen Besucher geben. Für das zweite Wochenende ist eine musikalische Vesper des Schulchores der MSO in der Stadtkirche geplant, für das dritte Adventswochenende erneut ein Mittelaltermarkt an der Stiftsruine und für das vierte Musik und Theater zu Weihnachten mit Rahmenprogramm unter Einbeziehung der Stadt, der Stadtkirche und des Stifts.

Als weitere Veränderung soll der Nikolaus/Weihnachtsmann künftig regelmäßig den Markt besuchen. Und: für das Rahmenprogramm soll es ein kleines Podest geben, die Krippe soll ein stärkerer Anziehungspunkt werden, das Beleuchtungskonzept für den Linggplatz überarbeitet. Ein stärkeres Engagement wünscht sich die Stadt von Vereinen und Kulturschaffenden. 

Kontakt: Markus Heide, Telefon 06621/201-417, E-Mail markus.heide@bad-hersfeld.de.

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