Wildblumen und Sitzsteine

Nach dem Hessentag: „Optisch soll es knallen“

+
Wird nach der Wiederherstellung auch mit Wildblumen bepflanzt: Der Wall im östlichen Schildepark, der für die Ehrentribüne beim Hessentagsfestzug weichen musste.

In Bad Hersfeld wird jetzt an nicht so schönen Überbleibseln des Hessentages gearbeitet.

Im östlichen Schildepark ist seit Kurzem ein Bagger im Einsatz. Dort wird der Wall, der der Ehrentribüne beim Hessentagsfestzug weichen musste, wieder aufgebaut. Das Material war an der Kläranlage zwischengelagert worden, erklärt Martin Bode, Fachbereichsleiter Technische Dienste. Die Oberfläche werde zudem mit einem nährstoffarmen, mageren Oberboden überdeckt. Denn es soll nicht nur die Lücke wieder geschlossen werden, so Bode. Auf dem Wall sollen künftig auch Wildblumen blühen, also möglichst schon im kommenden Frühjahr. So entstehe nicht nur ein toller optischer Effekt, die farbenprächtige Blühfläche soll auch den Wildbienen zur Verfügung stehen.

Schotterfläche, wo im Juni das Riesenrad stand: Auch dieser Teil des Schilde-Parks soll wieder aufbereitet und bepflanzt werden.

Die Idee ist laut Bode im Fachbereich entstanden. Die Aussaat wird die Grünanlagenkolonne unter der Leitung von Karl-Josef Höfer übernehmen. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betrügen etwa 20 000 bis 25 000 Euro, wobei der größte Kostenfaktor die Erdbewegungen beziehungsweise der Wiederaufbau seien.

Ein paar hundert Meter weiter soll auch im zentralen Teil des Schildeparks noch diesen Herbst mit der Aufbereitung der für das Riesenrad geschotterten Fläche begonnen werden, um auch diese dann für das Frühjahr wieder bepflanzen zu können. „Die Ausschreibungen laufen“, so Bode. Zeitnah wieder aufgestellt werden soll laut Bode natürlich auch die stählerne Benno-Schilde-Figur. Bei der Gestaltung orientiere man sich an der Optik vor dem Landesfest, allerdings sollen ein paar hitzeresistentere Pflanzen hinzukommen, die besser mit Trockenheit klarkommen, berichtet Bode. „Es soll optisch wieder knallen“, betont der Fachbereichsleiter Technische Dienste.

Im Kurpark wird ebenfalls noch gearbeitet. Dort sollen der Boden aus dem Diorama-Zelt, in dem für die Sonderschau „Der Natur auf der Spur“ eine typisch regionale Landschaft nachgebildet worden war, sowie große Natursteine „landschaftsgerecht einmodelliert“ werden. Mit der Erde werde ein Hügel modelliert, die Steine sollen zum Sitzen und Klettern einladen. Und auch im Kurpark will man eine Blühfläche ansäen, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen wie dem Nabu oder Imkerverein.

Als zusätzliches Plus soll zudem die für den Hessentag benötigte Infrastruktur wie eigens verlegte Abwasserleitungen bestehen bleiben – diese könnte dann für mögliche weitere Veranstaltungen im Kurpark genutzt werden.

Kommentare