Bad Hersfelder Festspiele

Mut zum Risiko belohnt: Fast 96.000 Besucher

+

Fast 96 000 Menschen haben die Veranstaltungen der 69. Bad Hersfelder Festspiele besucht. Das sind etwa 2000 mehr als im Vorjahr.

Die Gesamtauslastung betrug bei einer Gesamtkapazität von 111.958 Tickets rund 86 Prozent. Auch das Einnahmeziel von über vier Millionen Euro an Kartenverkäufen wurde erreicht.

Mit diesem Ergebnis sei der Mut zum Risiko belohnt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Festspiele. Vergleichsweise schwere Kost mit Franz Kafkas „Der Prozess“ als Schauspiel, das eher unbekannte Musical „Funny Girl“ und mit „A Long Way Down“ in der Spielstätte Eichhof ein Stück, das aus dem Rahmen der dort üblichen Komödien fiel - all das sei vom Publikum honoriert worden. Auch das bundesweite Medieninteresse war riesig.

Intendant Joern Hinkel freut sich über das gute Ergebnis: „Ich bin dankbar, dass die Zuschauer uns ihr Vertrauen geschenkt und sich auf die ungewöhnlichen Stoffe eingelassen haben, die wir ihnen in diesem Jahr präsentiert haben, die nicht zum üblichen Kanon eines Sommertheater-Festivals gehören.

Auch neue Formate und Spielorte wurden in diesem Jahr gut aufgenommen, so die mitternächtlichen Talk-Shows im Museum, das Familienmusical „Emil und die Detektive“ oder das Stück „Nipplejesus“ in der Kapelle des Museums.

Die beiden Wiederaufnahmen „Shakespeare in Love“ und „Hair“ waren ebenfalls gut besucht.

Der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling ist voll des Lobes für die diesjährige Festspielsaison und gratuliert Intendant Joern Hinkel. „Mir hat gefallen, dass einerseits der Markenkern der Festspiele erhalten wurde und andererseits neue Formate im Stiftsbezirk auf dem Spielplan zu finden waren, die neugierig machen und überraschen.“

Der Gesamt-Etat der Festspiele beläuft sich in diesem Jahr auf 7,5 Millionen Euro, das sind 500.000 Euro weniger als in 2018.

Die 70. Bad Hersfelder Festspiele - ein runder Geburtstag - werden am 26. Juni 2020 eröffnet und bis zum 23. August 2020 dauern.

"Emil" fast immer ausverkauft

19 000 Besucher zählte Joern Hinkels Inszenierung von Kafkas „Der Prozess“ bei 18 Aufführungen. Das entspricht einer Auslastung von 80 Prozent. Das Musical „Funny Girl“ wurde 23mal gezeigt. 27.000 Zuschauer bedeuten eine Auslastung von 90 Prozent. „Hair“ kam bei 13 Vorstellungen auf 15.000 Zuschauer und 87 Prozent Auslastung. „Shakespeare in Love“ sahen 9700 Besucher (73 Prozent Auslastung). Fast völlig ausverkauft war „Emil und die Detektive“: 7800 Zuschauer, 98 Prozent. Volles Haus auch bei der Abschluss-Gala.

Kommentare