Die Bühne als Instrument

Musik- und Theaterabend der Geistalschule mit originellen Ideen und großen Talenten

Musik- und Theater mit Leidenschaft: Chor, Schulband, Theatergruppe und eine ganze Klasse zeigten, dass Schule auch richtig Spaß machen kann. Fotos: Reuning/nh

Bad Hersfeld. Die Geistalschule zeigte ihr künstlerisches Potential; und da gab es einiges zu entdecken.

Vor voll besetztem Haus eröffnete der Schulchor der 5. und 6. Klassen, nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Andrea Zimmermann, unter Leitung von Stefan Ragotzky den Abend. Zwischen den Chorstücken präsentierte Ragotzky einige junge Gesangstalente, die zeigten, dass sich die Schule, um musikalischen Nachwuchs, keine Sorgen machen muss.

Nach dem Chor zeigte dann die Rock und Acoustic-Band der Geistalschule unter der Leitung von Holger Reuning, ein Unplugged-Set, bei dem sie Rockklassiker in einem neuen Gewand und selbstgeschriebenes präsentierten. „I feel the earth“, ein alter Carol-King-Titel, fiel dabei besonders auf, da der Bühnenboden von Louis Kempf als Bass-Drum benutz wurde, derweil das Cajon, gespielt von Moritz Dietz, den Rest des Schlagzeugs ersetzte. Luisa Kimpel-Freund sang diesen Titel so überzeugend, dass der Spaß, den diese Band am Musizieren hat auch den Letzten mitriss.

Beeindruckend waren generell die Gesangsleisungen, auch von Mariell Grebe, Jerome Clemons und Hannah Scheithauer, die sehr überzeugend und mit emotionaler Tiefe aber auch rockiger Wucht ihre Songs vortrugen.

Sehr auffällig an dieser Schulband ist ihre Besetzung. Zu den klassischen Rockinstrumenten gesellten sich ein feinfühliges aber auch mal rockiges Saxophon, gespielt von Leticia Aquilera Delgado und eine Geige, souverän gespielt von Felicia Ries, die sehr gekonnt ein Geigensolo bei „Nothing else matters“ von Metallica improvisierte. Melina Kimfer und Maike Althoff an den Tasten runden den Sound der Band nicht nur ab, sondern zeigten auch bei Titeln wie „Stay“ und „Beautiful“, dass sie exzellente Begleiter sind.

Nach der Pause überraschte dann die Klasse G5a, ebenfalls unter der Leitung von Holger Reuning, mit einer Performance, wo sie mit Händen, Beinen, Füßen und Mundgeräuschen das Stück „African landscape in rain“ präsentierte und das Publikum zum Staunen brachte. Dieses witzige und ideenreiche Stück, bei dem der Regen erst tröpfelte, um dann zu einem heftigen Gewitterregen mit Blitz und Donner anzuschwellen, ging nahtlos in eine ausgefeilte und dynamische Trommelnummer über, die mit Boomwackern (Klangröhren) angereichert wurde.

Den Schluss machte der DS-Kurs der 7. Klassen von Sabine Gebauer. Unter dem Titel „Irgendwie anders“ zeigten die Schüler ein Stück gegen Ausgrenzung und für Toleranz. In sehr klaren und eindrucksvollen Bildern legten die Schüler ein überzeugendes Statement zu Anderssein ab.

Nach aller Musik und dem Theater gab es großen Applaus und viel Lob von den anwesenden Gästen. Es war ein sehr gelungener, abwechslungsreicher Abend mit vielen Höhepunkten und viel Applaus für alle Beteiligten. (red/zac)

Kommentare