Wiederaufnahme

Musical „Titanic“ wird ab Freitagabend bei den Bad Hersfelder Festspielen aufgeführt

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Bereit zum Auslaufen: Die Titanic in der Bad Hersfelder Stiftsruine. Am Freitag wird das Musical um den im Jahr 1912 gesunkenen Ozeanriesen in den Spielplan der Bad Hersfelder Festspiele wiederaufgenommen. 

Bad Hersfeld. Das Musical „Titanic“, das schon in der vergangenen Spielzeit bei den Bad Hersfelder Festspielen gezeigt wurde, steht ab Freitag erneut auf dem Spielplan. 

Als der riesige Schriftzug aus sieben Buchstaben auseinanderdriftet, da ist klar: Das Ende der Titanic ist nahe. Das Schiff sinkt, und die Menschen, die der Zuschauer kennen- und teilweise liebengelernt hat in der Zeit zuvor, sie werden mit ihr untergehen und sterben. Viele von ihnen jedenfalls.

„Titanic“, das Musical, schon in der vergangenen Bad Hersfelder Festspielzeit auf dem Plan, wird ab Freitag wieder aufgeführt. Premiere ist um 21 Uhr; ab dann wird der Stolz der White-Star-Linie noch weitere zwölfmal untergehen. Wer das miterleben möchte, sollte sich beeilen: Bereits am 29. Juli ist die letzte Vorstellung.

Die Aufführung bestach durch ein so eindrucksvolles wie klar strukturiertes Bühnenbild. Riesige Buchstaben, den Namen des Unglücksschiffs bildend, symbolisieren den Ozeanriesen, Stahlrohrgestelle dahinter die einzelnen Decks sowie die Kommandobrücke, auf der völlig unterschiedliche Menschen mit ihren Träumen, Plänen und Nöten vermeintlich nach Amerika, in ein neues Leben, in Wahrheit aber ins Verderben unterwegs sind.

Das mit stürmischem Jubel und großen Lob bedachte Musical wartet in diesem Jahr mit einem in großen Teilen veränderten Ensemble auf. Markus Fetter (Harold Bride), Ansgar Schäfer (J. Bruce Ismay), Denis Riffel (Frederick Fleet), Dennis Weissert (Charles Lightoller), Lina Gerlitz (Kate Mullins), Miriam Neumaier (Madeleine Astor), Barbara Köhler (Eleanor Widener), Pamela Zottele (Edith Corse Evans) und Danilo Brunetti (Swing) gehören zu den Neulingen auf und unter Deck. Was geblieben ist: Das Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben, dessen Musik schon in der Inszenierung des Vorjahrs begeisterte.

Als das Ende des stolzen Schiffes naht, steht das alte Ehepaar Strauß oben an der Reling. Sie hat den ihr zugedachten Platz im Rettungsboot nicht angenommen, weil sie ihn nicht verlassen möchte. Im Angesicht des Todes lassen sie sich eine Flasche Champagner bringen. Gänsehaut beim Publikum in der Ruine. (rai)

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