Auto-Schau auf dem Linggplatz

Mückenstürmer Classics: Bildersuchfahrt im Regen

Typisch 80er - eckig, kantig: Der Talbot Matra mit Mittelmotor und drei Sitzen vorne nebeneinander war ein kurzlebiges Angebot aus Frankreich.

Bad Hersfeld - Pech mit dem Wetter hatten die Organisatoren der Mückenstürmer Classics, Bad Hersfelds nostalgischer Auto-Schau.

Mächtig zu tun hatten am vergangenen Samstag die Scheibenwischer der Old- und Youngtimer, die am Event „Mückenstürmer Classics“ vom MSC Bad Hersfeld teilgenommen haben. Das schlechte Wetter hat den Veranstaltern leider einen Strich durch die Rechnung gemacht - von über 100 erwarteten Fahrzeugen, nahmen nur 34 an der Rallye teil.

Bereits am Vortag konnte man in der Innenstadt verschiedene Oldtimer begutachten, die dort ausgestellt wurden. Hierbei war unter anderem Peter Freund aus Neuenstein mit seinem Austin Champ anzutreffen. Seit über 40 Jahren sei er von diesem Hobby begeistert, sein eher außergewöhnliches Auto fährt er täglich. „Es gibt nicht viele Verrückte in meinem Alter, die das machen. Andere schaukeln lieber ihre Enkelkinder, das brauche ich nicht, ich mache lieber das hier“, sagt er und deutet lachend auf das Auto.

Am Samstagmorgen um neun Uhr starteten dann 34 Fahrzeuge ihre Ausfahrt. Mit einem sorgfältig erarbeitetem „Roadbook“ wurden die Autos und Motorräder losgeschickt. „Die Fahrer bekommen das Buch mit den Fotos von verschiedenen Erkennungspunkten auf der Strecke, an denen sie sich orientieren müssen. Diese Methode einer Rallye wird Bildersuchfahrt genannt und ist anspruchsvoll, man muss sich sehr konzentrieren.

Wenn man sich einmal verfährt, hilft nur noch anrufen, um zu fragen wo man hinmuss“, erklärt Organisator Martin Knauff. Nach der Rallye sind die Fahrzeuge nach und nach auf dem Linggplatz eingetroffen, wo sie über die Überfahrtbühne gefahren sind und von Knauff optisch und technisch erläutert wurden.

Ein wichtiger Aspekt sei laut Knauff, dass es ein nachhaltiges Hobby ist. „In der Oldtimer Szene sagen wir, das umweltfreundlichste Auto ist das, was es schon gibt, das, was nicht mehr gebaut werden muss“, erklärt er. Durch das regelmäßige Teilnehmen an Rallyes lerne man das Land gut kennen. Insbesondere Gegenden wie zum Beispiel das Donauland, wo man sonst eher selten hinkommt, haben es dem Autokenner angetan.

„Das Wetter ist leider nicht gut für die Veranstaltung, letztes Jahr waren so viele Leute auf dem Linggplatz, dass wir kaum noch wussten, wo die Autos parken sollen“, sagt Martin Knauff etwas enttäuscht. Trotzdem ließen sich einige mutige auch bei dem Regenwetter mit Regenjacke und Schirm in der Stadt blicken, um die besonderen Fahrzeuge zu bestaunen.

Von Gesa Göbel

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