"Neue Normalität" beim Einkaufen

Mode-Centrum Sauer in Bad Hersfeld ab Samstag wieder komplett geöffnet

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Ab heute wieder komplett geöffnet: Das Modehaus Sauer und die anderen Geschäfte der Vockeroth-Unternehmensgruppe proben die „neue Normalität“ unter den Corona-Regeln. Foto: Mario Reymond

Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Pandemie und behutsamer Teil-Öffnung ist das Mode-Centrum Sauer in Bad Hersfeld ab Samstag wieder komplett für die Kunden zugänglich. 

Thomas Vockeroth, Inhaber und Geschäftsführer der Sauer Modehandelsgesellschaft, spricht von einer „neuen Normalität“, wenn ab heute nach wochenlanger Schließung und behutsamer Teil-Öffnung die Geschäfte seines Unternehmens wieder komplett zugänglich sind.

Die Erleichterung darüber, wieder im Geschäft zu sein („Das ist eine frohe Botschaft!“), verbindet sich mit den Auflagen zu Hygiene und Abständen, die das Coronavirus auch bei zunehmendem Publikumsverkehr in Schach halten sollen. „Davor haben wir keine Angst“, sagt Vockeroth im Gespräch mit unserer Zeitung, „denn gerade auf unseren großen Flächen ist ausreichend Platz, um auf Distanz zu bleiben.“

ThomasVockeroth

Vockeroth macht keinen Hehl daraus, dass die von oben kurzfristig verordnete Schließung der Ladengeschäfte sein Unternehmen stark getroffen hat. „Darauf waren wir nicht vorbereitet“, sagt er, „wir hatten ein volles Sortiment, doch keiner konnte kaufen.“

Auch sein Personal habe unter der plötzlichen Tatenlosigkeit gelitten, habe sich aber der Situation entsprechend kooperativ gezeigt. Wie so viele andere musste Vockeroth für seine Belegschaften Kurzarbeitergeld beantragen. Entlassen wurde jedoch bisher niemand, und der Chef hofft, dass das so bleibt.

Glücklicherweise gelang es auch, mit Lieferanten Stopps oder spätere Termine zu vereinbaren. Auch wurde Ware zum Teil wieder zurückgenommen. „Das hat ganz gut geklappt, da hatten auch viele Verständnis.“

Zwar gibt es auch in seinen Häusern schnelllebige Sortimente, die schon nach wenigen Wochen durch neue Mode ersetzt werden, doch „Jacken und Pullover drehen nicht so oft“, beschreibt Vockeroth die Lage.

Aktuell habe man Tische und Regale üppig gefüllt, auch seien die Lager voll. Ein Problem, mit Ware „überzulaufen“ bestehe aber nicht.

Dennoch können die Kunden besonders bei Bekleidung für den Übergang mit deutlichen Reduzierungen rechnen. „Das ist die Ware, die wir in den vergangenen Wochen verkauft hätten“, sagt Vockeroth.

Gemeinsam mit den Beschäftigten will er ein „reges Interesse“ der Kunden gespürt haben, endlich einmal wieder in den Läden von Sauer, Intersport und Saal24 zu schauen und hoffentlich dann auch zu kaufen. Denn davon hängt letztlich auch die weitere Entwicklung ab. Thomas Vockeroth: „Wir waren im vergangenen Jahr auf Konsolidierungskurs. Das ist gut gelaufen. Aber dann ist uns Corona in die Parade gefahren.“

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