"Der keltische Fluch" ist ab sofort auch in Bad Hersfeld erhältlich

Mit düsterer Fantasie: Christoph Hochberger ist Autor aus Leidenschaft

Ab sofort auch in der Hoehlschen Buchhandlung in Bad Hersfeld erhältlich: Christoph Hochbergers Buch „Der keltische Fluch“. Das Titelbild hat seine Mutter beigesteuert. Ein weiterer Roman ist in Arbeit. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Bad Hersfeld. Krankenpfleger, Drucker, Busfahrer: Beruflich hat Christoph Hochberger schon einige Stationen hinter sich. Seine Leidenschaft aber gehört dem Schreiben. Sein selbstverlegtes Buch „Der Keltische Fluch – Finsternis über Albion“, ein historischer Dark-Fantasy-Roman mit knapp 400 Seiten, ist seit kurzem auch in der Hoehlschen Buchhandlung erhältlich. Eine Lesung dort ist ebenfalls geplant.

„Die Schreiberei ist mein Steckenpferd“, sagt der gebürtige Bad Hersfelder selbst, der auch eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert hat. Schon in jungen Jahren habe er viel und gerne gelesen, am liebsten Abenteuerromane, und auch mal heimlich unter der Bettdecke. „Ich komme aus einer künstlerisch geprägten Familie“, erklärt der 45-Jährige.

1997 begann er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, von denen sich eine immer weiter und weiter entwickelte. Das Rohskript von „Der keltische Fluch“ habe schließlich sein Onkel, der Autor Frederik Berger, „in die Finger bekommen“, der ihm anschließend wertvolle Tipps gab und ihn an einen Agenten vermittelte. Unter anderem sei das Buch seinem Onkel zu brutal gewesen, verrät Hochberger, der es daraufhin „entschärfte“ und auf Wunsch eines Verlages auch noch um eine Liebesgeschichte erweiterte.

„Ich war wahrscheinlich zu sehr geprägt von Horrorfilmen und -literatur“, verrät der 45-Jährige lachend, der früher auch musikalisch im Punk- und Hardrockgenre unterwegs war. Möglicherweise liege die düstere Atmosphäre aber auch daran, dass er gerne nachts schreibt.

Aus dem Verlagsvertrag wurde schließlich doch nichts, und so ruhte das Projekt erstmal, bis Hochberger vor ein paar Jahren entschied, sein Werk im Selbstverlag zu vertreiben – als E-Book und Taschenbuch, online und auf Lesungen. „Anfangs hat es sich jedoch kaum verkauft“, gibt er zu. „Doch als ich irgendwann den Preis gesenkt habe, ging es plötzlich weg wie geschnitten Brot.“

Über 9000 Exemplare wurden laut Hochberger seither verkauft und inzwischen ist der „Fluch“ eben auch im stationären Buchhandel erhältlich. Für schwache Nerven sei die Geschichte nichts, weiß der 45-Jährige, und auch mit der etwas „altbackenen Sprache“ käme nicht jeder zurecht. Das nächste Buch soll, wenn möglich, im April erscheinen und dann eine breitere Leserschaft ansprechen.

Der Zeitreiseroman – eine Mischung aus Lovestory, Thriller und Mystik –, der in Irland spielt, sei zu Dreiviertel fertig, berichtet Hochberger, der im Alltag kaum genug Zeit fürs Schreiben findet, denn seine zweite große Leidenschaft ist die Musik, und mit der laufe es zurzeit fast schon zu gut. Viel Zeit zum Schreiben bleibt so nicht. Hochbergers größter Traum ist es, von der Musik und der Schreiberei leben zu können – oder zumindest eine von beiden Passionen zu professionalisieren.

Jetzt freut er sich aber erstmal darüber, den „Keltischen Fluch“ in seiner Heimatstadt bekannt machen zu dürfen. 

Zum Inhalt: Der keltische Fluch

Die keltischen Stämme der britischen Inseln liegen seit Jahrhunderten miteinander im Krieg. Vor allem der Clan des Selgovaterhäuptlings, Toromic, der nahe der Grenze zu Caledonien siedelt, bildet eine Schutzmacht gegen das im Norden siedelnde Volk der Vacomager. Als eine Jagd unter mysteriösen Umständen endet, bittet Toromic seinen Bruder, den Seher des Clans, mit dem ihn ein düsteres Geheimnis verbindet, die Runen zu lesen. Als dieser dabei zusammenbricht, glaubt Toromic sich und die Seinen verflucht. Um den Bann zu brechen, treibt er seinen Clan in einen aberwitzigen Kriegszug gegen die Caledonier und ahnt nicht, welches Unheil er damit heraufbeschwört. Eine fantastische Reise durch die mythische Welt der frühen Kelten, in einer Zeit, in der der Glaube an die Götter das Leben der Menschen regiert und düstere Legenden wahr werden, heißt es.

Zur Person

Christoph Hochberger (45) kommt gebürtig aus Bad Hersfeld, ist dort aufgewachsen und hat bis zum Jahr 2005 in der Kur- und Festspielstadt gelebt. Nun ist er in Gießen zuhause. Hochberger ist gelernter Offsetdrucker, Buchhändler und Kraftverkehrsmeister. Er arbeitete unter anderem als Krankenpfleger, Maschinenreiniger, Buchbindereihelfer, Zeit- und Akkordarbeiter sowie Busfahrer. Aktuell ist Hochberger Disponent im Busverkehr. Neben dem Schreiben ist die Musik seine große Leidenschaft. Der 45-Jährige spielt Schlagzeug in der Rockabilly-Band „The Rhythm Torpedoes“, mit der er zum Beispiel im April beim Viva-Las-Vegas-Festival in den USA auftritt. Hochberger ist verheiratet und Vater eines acht Monate alten Kindes. (nm)

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel