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K+S-Arbeiter im Bergwerk Merkers bei Unfall tödlich verletzt

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Von: René Dupont

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20 Jahre Erlebnisbergwerk Merkers
Im stillgelegten Bergwerk Merkers finden nur noch Sicherungsarbeiten statt. © Konopka

Bei einem tragischen Arbeitsunfall im stillgelegten Bergwerk Merkers ist ein Mann ums Leben gekommen, ein anderer wurde schwer verletzt.

Merkers – Zu einem tragischen Arbeitsunfall ist es am Freitagvormittag (5. August 2022) im Verwahrungsbereich des stillgelegten Bergwerks Merkers gekommen. Der Unfall passierte unter Tage an einer Bandanlage. Dabei kam ein 61-jähriger Mitarbeiter von K+S ums Leben, ein 29-Jähriger wurde schwer verletzt. Das teilte das Unternehmen mit. Woher die beiden Männer kommen, war zunächst noch nicht bekannt.

Hebebühne geriet ins Rollen

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Suhl passierte der Unfall bei Arbeiten auf einer fahrbaren Hebebühne. Sie geriet aus bisher nicht geklärter Ursache ins Rollen. Der 29-jährige Fahrer wurde aus dem Wagen geschleudert und vom Fahrzeug erfasst. Sein 61-jähriger Kollege, der ebenfalls in diesem Bereich mit Arbeiten beschäftigt war, wurde eingeklemmt. Für den 61-jährigen Schlosser kam jede Hilfe zu spät. Der 29-jährige Schlosser kam mit schwersten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber nach Jena ins Uni-Krankenhaus.

Die Kriminalpolizei und das Thüringer Landesbergbauamt haben die Ermittlungen übernommen. K+S arbeitet eng mit den Behörden zusammen, heißt es von dem Unternehmen.

K+S tief betroffen

K+S zeigte sich tief betroffen und spricht den Hinterbliebenen des verstorbenen Mitarbeiters ihr aufrichtiges Beileid aus. „Dem schwer verletzten Kollegen wünschen wir schnelle Genesung“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bergwerk wird gesichert

In dem Bereich, wo der Unfall passierte, wird kein aktiver Bergbau mehr betrieben. Dort finden Arbeiten statt, um das Bergwerk zu sichern, damit es nicht zu Absenkungen kommt. (dup)

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