Nach 18 Monaten Umbau

Mehr Platz für die Sicherheit: Ehemaliger Kreistagssitzungssaal ist jetzt Rettungsleitstelle

Leitstellen-Disponent Manuel Kurz blickt an seinem neuen Arbeitsplatz in der neuen, modernsten Leitstelle Hessens im Landratsamt in Bad Hersfeld auf mehrere Bildschirme.
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Leitstellen-Disponent Manuel Kurz an seinem neuen Arbeitsplatz in der neuen, modernsten Leitstelle Hessens im Landratsamt in Bad Hersfeld.

Der ehemalige Kreistagssitzungssaal des Landratsamts in Bad Hersfeld ist in den vergangenen 18 Monaten für 2,7 Millionen Euro zur Rettungsleitstelle umgebaut worden.

Hersfeld-Rotenburg – Politische Entscheidungen werden im einstigen Sitzungssaal des Kreistags an der Friedloser Straße in Bad Hersfeld nicht mehr getroffen. Wohl aber wichtige Entscheidungen zum Wohle von Menschen, die in Notsituationen geraten sind.

In den vergangenen 18 Monaten ist der große Saal für 2,7 Millionen Euro komplett umgebaut und in Sachen Rettungsdienst auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden.

Am Dienstag ist die neue Rettungsleitstelle offiziell eingeweiht und vorgestellt worden. Vorbei sind die Zeiten, als die Mitarbeiter der Leitstelle in beengten Räumen direkt unter dem Dach des Landratsamtes arbeiten mussten. Im ehemaligen Kreistagssitzungssaal, „dem Herzstück der Kreisverwaltung“, so Landrat Michael Koch, haben die Disponenten nun ordentlich Platz, um für die Menschen aus dem gesamten Landkreis rund um die Uhr in allen Notfallsituationen die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehren zu koordinieren.

Bisher standen den Mitarbeitern der Leitstelle insgesamt 50 Quadratmeter an Arbeitsfläche zur Verfügung. Laut Gesetzgeber viel zu wenig. Nach den neuesten Richtlinien müssen es 25 Quadratmeter pro Arbeitsplatz sein. Und davon gibt es in der Rettungsleitstelle des Landkreises fünf. Und auch für die neueste Technik gibt es gesetzliche Vorgaben: Sie ist nun in einem klimatisierten Bereich auf 60 Quadratmetern untergebracht. Dafür wurde extra ein Anbau zwischen dem jetzigen Gesundheitsamt und dem ehemaligen Sitzungssaal geschaffen.

Mit dem Umzug der Leitstelle sind noch weitere Verbesserungen verbunden. Auch die Stabsräume sind mit in das Nebengebäude des Landratsamts verlegt worden. Schließlich sollen sich die Zentrale für Information und Kommunikation sowie der Katastrophenschutz in unmittelbarer und räumliche Nähe zur Leiststelle befinden,

Die 2,7 Millionen Euro, die die Umgestaltung verschlungen hat, sind zum Großteil vom Land Hessen finanziert worden. Aber auch die Krankenkassen und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg selbst haben Geld aufgebracht. So übernimmt der Landkreis auch 20 Prozent der Personalkosten. 80 Prozent werden von den Krankenkassen über die Rettungsdienst-Gebühren eingenommen. Auch die Refinanzierung des Umzugs erfolgt laut Landrat Michael Koch über die Rettungsdienst-Gebühren.

Höhere Gebühren sichern den Umzug

Über die Rettungsdienst-Gebühren wird der Umzug der Leitstelle refinanziert. Daher hat der Kreistag bereits in seiner Haushalts-Sitzung im November 2018 die Rettungsdienst-Gebühren neu festgelegt und beschlossen. Die neue Gebührensatzung, die zum 1. Dezember 2018 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass für jeden erteilten Auftrag für die Notfallversorgung und den qualifizierten Krankentransport eine Gebühr von 66,64 Euro erhoben wird. Zuvor waren es 46,94 Euro. rey

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