Festival in Bad Hersfeld

Live-Jazz: Ein Gefühl wie in New Orleans

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Jazzsängerin Cleo Steinberger und David Grabowski an der Gitarre

Bad Hersfeld. Mit einer gelungen Verbindung von Musik und gutem Essen begann am Donnerstag das Bad Hersfelder Live-Jazz-Festival.

Heiß war es im großen Salon des Hotels Zum Stern in Bad Hersfeld - und gleichzeitig cool. Für die Hitze sorgten das sommerliche Wetter, die vielen Menschen und das gut gewürzte Essen im Südstaaten-Stil, für die Coolness waren Jazzsängerin Cleo Steinberger und David Grabowski an der Gitarre mit extrem entspanntem Jazz, Blues und Bossa Nova zuständig. 

Bei kreolischen Speisen - Süsskartoffelsuppe mit Limetten-Joghurtschaum, Jambalaya, ein kreolisches Reisgericht mit Hähnchen, Muscheln und Garnelen, und karamellisierten Bananen mit Rum und Vanilleparfait - fühle sich das alles an, wie in New Orleans, meinte Cleo. Und sie muss es wissen, schließlich war sie schon öfter in der Jazz-Metropole in Louisiana. Dort hat auch Jan Luley die junge Sängerin, die aus Hamburg stammt, entdeckt, ein preisgekröntes Album mit ihr produziert und sie nach Bad Hersfeld zum Live-Jazz eingeladen. 

Samtige Stimme

Bei ihrem ersten Auftritt beim Jazz-Festval begeisterte sie mit samtiger und enorm variabler Stimme und großer Natürlichkeit. Selbstvergessen trug sie, gemeinsam mit dem meisterhaft aufspielenden Gitarristen David Grabowski, Songs der Jazzlegenden Ella Fitzgerald und Joe Pass vor. Gefühlvolle Balladen aber auch zweideutig Anrüchiges, Liebeslieder und Philosphisches. Ihre Stimme nutzt Cleo nicht nur zum Singen, sie produziert damit eine Fülle von Tönen, imitiert den Regen und ein ganzes Orchester. Ein gelungener Abend im genussreichen Wechsel von köstlichen Speisen und verzaubernder Musik - ein wenig New Orleans in Bad Hersfeld.

Von Christine Zacharias

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