James und Abigail Thomas lernten sich bei Lolls kennen

Die Liebe kam am Lullusfeuer in Bad Hersfeld: BBC-Reporter haben geheiratet

Das Bild zeigt Abigail und James Thomas mit Elaine und Jeff Penfold sowie Ray Sanderson (von links) vom englischen Freundschaftsverein „Friends of Lullus“.
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Hochzeitspaar mit Ehestiftern: Abigail und James Thomas mit Elaine und Jeff Penfold sowie Ray Sanderson (von links) vom englischen Freundschaftsverein „Friends of Lullus“.

2017 haben James Thomas und Abigail Mobbs für die BBC gemeinsam vom Bad Hersfelder Lullusfest berichtet. Jetzt haben sie geheiratet - und bei der Feier durfte Lullusfeuer nicht fehlen.

Bad Hersfeld – Stiftsgründer Lullus war ein guter Mann, dem viele große Taten zugeschrieben werden. Aber dass er fast 1300 Jahre nach seinem Tod zwei jungen Landsleuten 1000 Kilometer von der Heimat entfernt die Liebe bringt – das grenzt schon an ein kleines Wunder ...

James Thomas und Abigail Mobbs waren nur Kollegen, als sie im Jahr des Herrn 2017 auf den Spuren des frommen Lullus von Malmesbury nach Bad Hersfeld kamen. James war der Reporter, Abby seine Producerin, also eigentlich seine Chefin. Für die BBC haben die beiden jungen Reporter damals live vom Lullusfest und seinen englischen Wurzeln berichtet.

„Bad Hersfeld calling“ hieß es damals, als James und Abby vom Balkon der Stadtbibliothek mit bestem Blick auf das Lullusfeuer berichteten. Dabei erwärmten sich die beiden Kollegen dann offenbar auch für einander, denn am Lullusfeuer sind ihre Herzen entflammt. Jetzt haben James und Abigail im Abby-House Garden, einer parkähnlichen Anlage in unmittelbarer Nähe zur uralten Abtei vom Malmesbury, geheiratet.

Der frühere Leiter der Stadtverwaltung Jeff Penfold, seine Frau Elaine und der ehemalige Bürgermeister Ray Sanderson, die zu den Gründern des Freundschaftsvereins „Friends of Lullus“ gehören und ganz wesentlich am Zustandekommen der BBC-Reportage über Bad Hersfeld beteiligt waren, durften als Gäste nicht fehlen. „Es war eine ganz wundervolle Atmosphäre und das Wetter meinte es gut mit uns, obwohl wir drei wohl die ältestes Gäste bei der Hochzeit waren“, berichtet Jeff Penfold mit typisch-britischem Humor. Viele Kollegen, Studienfreunde und ehemalige Mitschüler nahmen an der Hochzeit teil, „nur die Musik stammte aus eine Zeit, die wohl an uns vorübergegangen ist, sodass wir nicht getanzt haben“, erzählt Jeff Penfold schmunzelnd.

Die besonders innige Beziehung zeigte sich auch daran, dass das junge Paar am „Bad Hersfeld-Tisch“ saß, die Tischkarte war mit dem Lullusfeuer dekoriert. Zum Essen gab es „Cornish-Pasties“, also Fleischpasteten aus Cornwall, „nur Ahle-Wurst konnte ich leider keine entdecken“, sagt Jeff Penfold bedauernd.

Damals hatte es schon gefunkt: Abby und James beim Lolls-Empfang der HZ im Jahr 2018 im Buchcafé, mit dabei war damals auch noch Regierungspräsident Walter Lübcke.

Dafür gab es Lullusfeuer, das zwei junge Hersfelder schon vor einiger Zeit bei einem England-Besuch im Auftrag des Bad Hersfelder Freundschaftsvereins „Friends of Malmesbury“ abgeliefert hatten. Begleitet von typisch englischen Toasts, also Trinksprüchen, kamen die kleinen Fläschchen mit dem Hersfelder Nationalgetränk bei den Gästen gut an.

„Abby sah großartig aus in ihrem weißen Kleid und James konnte gar nicht aufhören zu lächeln“, erzählt Jeff Penfold, der natürlich auch die herzlichsten Grüße von den Freunden aus Bad Hersfeld überbrachte. Damals bei der Lolls-Reportage sei Abby ja die Chefin von James gewesen, erinnerte Jeff Penfold dabei augenzwinkernd das junge Brautpaar. „I still am – das bin ich immer noch“ antwortete Abby – womit auch das geklärt wäre ...

Es wurde noch eine lange Nacht im Schatten der alten Abtei von Malmesbury. Und wer weiß, vielleicht hat ja auch der Lullus aus anderen Sphären mit Wohlgefallen sein Werk betrachtet. „Ich wusste schon immer, dass Bad Hersfeld einen magischen Einfluss auf die Menschen hat“, beendet Jeff Penfold seinen Bericht. Wer wollte ihm da widersprechen ... (Kai A. Struthoff)

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