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Landkreis investiert über 2,3 Millionen Euro für Breitbandanschlüsse für die Schulen

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Von: Mario Reymond

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Schnelles Internet für Wanfried: Der Plan für den Breitbandausbau in Kernstadt und Stadtteilen hat sich geändert. Statt mit öffentlichen Fördermitteln will man nun mit einem Privatanbieter kooperieren. symbo
Schnelles Internet für die Schulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg © stefanie salzmann

Die 48 Schulen im Kreis Hersfeld-Rotenburg sollen bis Ende des Jahres alle über Glasfaseranschlüsse verfügen. Für „schnellere Bildung“ werden 2,3 Millionen Euro investiert.

Hersfeld-Rotenburg – Die 48 Schulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sollen bis Ende des Jahres alle über Glasfaseranschlüsse verfügen. Aktuell werden die benötigten Leerrohre an 35 Schulen verlegt, die außerhalb des Ausbaugebiets der Breitband Nordhessen GmbH liegen.

Versorgt werden nun die Schulen in den Stadtgebieten von Bad Hersfeld, Rotenburg und Bebra sowie in den Gemeinden Hauneck, Ludwigsau, Philippsthal und Ronshausen.

Die Ausstattung der Schulen mit schnellem Internet übernimmt die Deutsche Telekom Business Solutions GmbH. Den Vertrag mit der Telekom hatte der Kreistag in seiner Sitzung am 5. Juli abgesegnet.

„An elf der 35 Schulen haben wir bereits die Leerrohre verlegen lassen. Dort müssen nur noch die notwendigen Kabel eingeblasen werden“, erklärte Matthias Loosberg, Telekom-Projektleiter, am Mittwoch beim offiziellen ersten Spatenstich für das Projekt an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld.

Landrat Torsten Warnecke (SPD) Kreis Hersfeld-Rotenburg
Landrat Torsten Warnecke © Mario Reymond

Die Kosten für das schnelle Internet an den 35 Schulen belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro. Landrat Torsten Warnecke (SPD) zeigte sich erfreut darüber, dass die Arbeiten an den Schulen auf dem Obersberg in Bad Hersfeld sehr weit fortgeschritten sind. Das sei mit Blick auf die Technikerausbildung an den Beruflichen Schulen dort ein positives Signal.

Auch habe die Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig leistungsfähiges Internet für die Bildung sei. Der Ausbau des Glasfasernetzes im Landkreis sei schon seit Jahren eines der bestimmenden Themen, so Warnecke weiter.

„Alle 15 Schulstandorte im Ausbaugebiet der Breitband Nordhessen GmbH haben bereits bis zum Sommer vergangenes Jahr einen Glasfaseranschluss bekommen. Umso mehr freut es uns, dass wir den Ausbau an den verbleibenden 35 Schulstandorten zügig umsetzen können“, ergänzt Warnecke. Die Glasfaseranbindung sei für die Schulen die Voraussetzung für den Weg in das digitale Zeitalter.

Mit der neuesten Glasfasertechnik bis in die jeweiligen Schulgebäude hinein werde eine optimale und ruckelfreie Internetnutzung gewährleistet, so Loosberg. Ausgedient hat damit die unter anderem an den Obersbergschulen eingesetzte Richtfunkvariante fürs Internet. Das Funksystem sei aufgrund seiner enormen Verluste auch längst veraltet. Die Leistung in einem Funknetz nimmt nämlich mit jedem zugeschalteten Mobilgerät ab. Bei Glasfaser sei das nicht der Fall, so Stefan Wilke, Leiter der Deutschen Telekom Business Solutions GmbH. (Mario Reymond)

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