Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Autobahn

Lärmschutz A 4: Stadt Bad Hersfeld will nicht klagen

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Die Autobahn 4 in Bad Hersfeld auf Höhe der alten Straßenmeisterei.

Die Stadt Bad Hersfeld wird keine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Autobahn 4 einreichen. Dies hat der Magistrat jetzt entschieden.

Auch wenn im Verfahren nicht alle städtischen Vorschläge berücksichtigt wurden. Dieses Vorgehen hat auch der städtische Lärmschutzbeirat empfohlen.

Die Forderung nach offenporigem Straßenbelag („Flüsterasphalt“) im gesamten Streckenbereich mit Ausnahme der Brücken und die lärmmindernde Übergangskonstruktion bei den Brücken wurde jedoch bei der Planfestsellung aus den Anregungen der Stadt übernommen.

Nach Prüfung der Unterlagen sehen Magistrat und Verwaltung keine Möglichkeit, mit Erfolg gegen den Planfeststellungsbeschluss vorzugehen, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Demgegenüber berge eine in der Regel mehrjährige Auseinandersetzung vor einem Verwaltungsgericht aber erhebliche Risiken. 

Zum Einen würde eine Klage den Beginn der Maßnahme, auch den Bau der unstrittigen Lärmschutzwände, deutlich nach hinten verschieben. Die geplante Ausführung der Lärmschutzwände sei mit den Ortsbeiräten Johannesberg und Eichhof abgesprochen. Zum Zweiten drohe eine erhebliche Verschlechterung dadurch, dass die Fuldabrücke zwischenzeitlich wegen ihrer kurzen Restnutzungsdauer gesperrt werden könnte. Dann würde der Autobahnverkehr komplett über die Bundesstraßen geleitet werden – mit erheblichen zusätzlichen Verkehrs- und Lärmbelastungen für die Bad Hersfeld und seine Stadtteile.

Nachdem der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig wird, sei in etwa fünf Jahren mit einem Baubeginn auf der A 4 zu rechnen. (red/ks/nm)

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