„Kunst im Quadrat“

Kunstverein Fulda präsentiert Mitgliederausstellung in der Galerie im Stift

„Kunst im Quadrat“ ist der Titel der Ausstellung des Kunstvereins Fulda in der Galerie im Stift in Bad Hersfeld. Leni Donceva (links) und Anne Härtel-Geise, die Vorsitzende des Kunstvereins Fulda mit einigen Arbeiten im Dachgeschoss des Museums. Im Vordergrund die Skulptur „Die Kunst den richtigen Partner zu fi nden“ von Martina Fuchs.

Mit seiner Ausstellung „Kunst im Quadrat“ ist der Kunstverein Fulda seit heute zu Gast in der Galerie im Stift in Bad Hersfeld.

47 Künstlerinnen und Künstler zeigen 80 Arbeiten, in denen sie das Thema entweder formal oder konzeptionell umgesetzt haben.

Das Ergebnis ist eine Ausstellung von faszinierender Vielfalt und Farbigkeit, die sowohl im Kapitelsaal als auch im Dachgeschoss des Museums präsentiert wird. Gemälde in Öl, Acryl und Aquarell, Fotografien, Textilarbeiten, Skulpturen aus Holz, Metall, Marmor und anderen Materialien, Großformatiges und Miniaturen – die Bandbreite ist groß.

Einige Künstler hätten dabei an ihrem Thema, mit dem sie sich schon seit einiger Zeit beschäftigten, weitergearbeitet und es in das quadratische Format eingefügt, berichtet Anne Härtel-Geise, Vorsitzende des Kunstvereins Fulda. Das Quadrat, so erläutert sie, werde von Künstlerinnen und Künstlern nicht so häufig genutzt, weil es zu Zentrierungen verleite. Harmonischer würden jedoch meist Bilder empfunden, die nach dem sogenannten „Goldenen Schnitt“ komponiert seien, also den Blick etwas versetzt von der Mitte lenkten.

Gezeigt werden aber auch Arbeiten, die aus mehreren kleinen Quadraten oder aber auch großformatigen Rechtecken zusammengesetzt wurden. Britta Jacobi zum Beispiel, hat zwei große, rechteckige Bilder zu ihrem aktuellen Thema Wasser zu einem Quadrat zusammengefügt.

Annette Hertenberger hat eine Fülle von Vogelköpfen sehr detailgenau zu einem größeren Bild zusammengefügt. „Widmung an Malewitsch“ hat Tara Schönberger ihre Arbeit genannt, in der sie das schwarze Quadrat des russischen Künstlers, das als eine der Ikomen der Malerei des 20. Jahrhunderts gilt, zitiert und mit farbigen Quadraten kontrastiert.

Mehrere Künstlerinnen und Künstler haben sich zudem der Herausforderung gestellt, Skulpturen anzufertigen, die die quadratische Form als Kubus aufgreifen.

Die Auswahl der Arbeiten habe eine externe Jury getroffen, erläutert Anne Härtel-Geise. Die Ausstellung ist im Frühjahr im Vonderau-Museum in Fulda gezeigt worden, musste aber nach wenigen Wochen coronabedingt schließen. Deshalb freuten sich die Künstlerinnen und Künstler, ihre Arbeiten noch einmal präsentieren zu können.

Härtel-Geise ist ohnehin eine Freundin der Wanderausstellung. In einer solchen Kunstschau stecke so viel Arbeit und Mühe, da sei es schön, sie mehrfach zeigen zu können und dabei auch noch Kontakte mit anderen Kunstvereinen zu pflegen.

Die Ausstellung „Kunst im Quadrat“ des Kunstvereins Fulda ist bis zum 25. Oktober in der Galerie im Stift in Bad Hersfeld zu sehen, und zwar Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Statt des Einführungsvortrags bei der coronabedingt nicht stattfindendenVernissage soll es ein erklärendes Video auf der Hombepage der Stadt geben.

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