Treffen der Stars mit ihren Fans an der Stiftsruine

Künstler zum Anfassen beim Sommerfest der Festspiele

Autogramme und Erinnerungsfotos: Schauspielerin Elisabeth Lanz (links) war sehr gefragt. Foto:s  Marth

Bad Hersfeld. Festspielstars zum Anfassen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Beim großen Sommerfest im Grünen Foyer ließen sich zahlreiche Schauspieler, Regisseure und Musiker einmal ganz persönlich und abseits der Bühne treffen. Nach der gelungenen Veranstaltung im vergangenen Jahr wurde am Sonntag zum zweiten Mal zu diesem lockeren Zusammenkommen eingeladen. Genau wie im Vorjahr war der Park rund um die Stiftsruine auch diesmal bestens besucht.

Ein kurzer Plausch mit Gunther Emmerlich, ein Autogramm von Rudolf Krause oder ein Erinnerungsfoto mit Elisabeth Lanz: Die Gelegenheit, den Menschen, die gewöhnlich auf und neben der Bühne stehen, einmal so richtig nahe zu kommen, nutzten jede Menge Hersfelder und auswärtige Gäste. Dass nicht nur sie, sondern auch die Künstler Freude an diesem weniger alltäglichen Aufeinandertreffen hatten, war dabei nicht zu übersehen: Kontaktfreudig, aufgeschlossen und mitunter sichtlich vergnügt versprühten sie jede Menge gute Laune.

Dafür, dass das Fest zur echten Familienveranstaltung wurde, sorgte ein buntes Programm für Kinder. Ganz wie es sich fürs Theater gehört, konnte sich der Nachwuchs beispielsweise schminken lassen oder jede Menge Kostüme anprobieren. Im Theaterzelt las Schauspieler Maximilian Wigger das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ vor.

Beim Sommerfest der Festspiele mit den Stars auf Tuchfühlung

Für die Erwachsenen wurde neben der Gelegenheit zum Plausch ebenfalls ein kleines Rahmenprogramm geboten. Gemeinsam mit den drei Luther-Darstellern Christian Nickel, Janina Stopper und Maximilian Pulst stellte Intendant Dieter Wedel sein Buch zur Inszenierung von „Martin Luther – Der Anschlag“ vor, das reich bebildert und unter anderem mit Originaltexten des Reformators versehen ist.

Anschließend bot eine Gesprächsrunde einen Einblick in die Thematik des anderen von Wedel inszenierten Stückes „Hexenjagd“. Der Regisseur wies dabei beispielsweise darauf hin, dass seit der vergangenen Spielzeit Begriffe wie Fake News oder Alternative Wahrheit entstanden sind, die nun neu in das Stück eingearbeitet wurden, und fand großes Lob für die mit am Podium sitzenden Schauspieler Christian Nickel und Corinna Pohlmann. Der vierte Teilnehmer der Runde, der Freiburger Parapsychologe Dr. Dr. Walter von Lucadou erklärte zudem die psychologische Komponente der Hexenverfolgung, die häufig weniger Beachtung findet als die politische.

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