Aufklärungsquote auf Höchststand

Kriminalstatistik für Hersfeld-Rotenburg: So wenige Taten wie noch nie

Martin Nickl und Gbriele Kühlewind
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Daten und Fakten: Polizeidirektor Martin Nickl, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, und Erste Kriminalhauptkommissarin Gabriele Kühlewind, Leiterin der regionalen Kriminalinspektion, stellten die Zahlen und Daten für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg vor. 

Rekordwert bei der Aufklärungsquote und weniger Straftaten als je zuvor: Die Polizei hat die Kriminalstatistik des Kreises Hersfeld-Rotenburg für das Jahr 2019 vorgestellt. 

Noch nie seit Einführung der elektronischen Datenerfassung im Jahre 2001 sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg weniger Straftaten verübt worden, als im zurückliegenden Jahr 2019. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor, die gestern Mittag im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda von Polizeipräsident Günther Voß präsentiert wurde. 

Die Aufklärungsquote dagegen erreichte im Landkreis den bisher höchsten Wert überhaupt. Besonders erfreut darüber zeigten sich Polizeidirektor Martin Nickl und Erste Kriminalhauptkommissarin Gabriele Kühlewind.

Von den 4813 im vergangenen Jahr im Landkreis begangenen Straftaten wurden 68 Prozent durch die eingesetzten Beamtinnen und Beamten aufgeklärt. Damit wurde das Ergebnis aus dem Jahr 2018 noch einmal deutlich verbessert. Damals waren 5353 Straftaten aktenkundig geworden. Die Aufklärungsquote betrug 67,4 Prozent.

Zahl der Diebstähle rückläufig, dafür mehr Betrug im Internet

Und auch die Häufigkeitszahl – Anzahl der Delikte pro 100 000 Einwohner – von 3983 ist in den vergangenen 19 Jahren noch nie niedriger gewesen. Im Landesdurchschnitt hat sie im Jahre 2019 bei 5823 gelegen.

Besonders auffällig ist die Tatsache, dass Diebstahlsdelikte immer weiter zurückgehen – von 1509 auf 1254. Sie machen aktuell nur noch 23,4 Prozent aller Taten aus.

Weiter nach oben geht es allerdings auch weiterhin beim Warenbetrug und bei Warenkreditdelikten im Internet. In 2018 waren bereits 385 derartiger Straftaten angezeigt worden. Das waren 82 mehr als im Jahre 2017. Und im vergangenen Jahr 2019 wurden im Bereich Internetkriminalität dann schon 403 Delikte gezählt. Und das, obwohl die Aufklärungsquote bei diesen Internetbetrügereien mit 85,6 Prozent immens hoch ist.

488 Fälle im Bereich Jugendkriminalität

Auch bei den 997 Vermögens- und Fälschungsdelikten aus dem Jahre 2019 spielt das Internet eine immer größer werdende Rolle. Die Aufklärungsquote hier: 79 Prozent. In 2018 waren in diesem Bereich 1131 Straftaten aktenkundig geworden.

Erfreulich verläuft die Entwicklung bei der Jugendkriminalität. Die 488 Delikte aus dem Jahr 2019 bedeuten ebenfalls den niedrigsten Stand seit 2001. In 2018 sind es noch 512 Fälle gewesen.

Für die Polizeiverantwortlichen ist dies auf die gute Präventionsarbeit in den Bereichen von „Schule machen ohne Gewalt“ (Smog) und „Cool sein – cool bleiben“ zurückzuführen.

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