120.646 Personen gemeldet

Kreis Hersfeld-Rotenburg verliert Einwohner

Das Landratsamt des Kreises Hersfeld-Rotenburg mit Hinweisschild im Vordergrund.
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209 Infektionen hat es im Kreis Hersfeld-Rotenburg bislang gegeben. (Symbolbild)

Die Einwohnerzahl im Landkreis schrumpft weiter – allerdings auf niedrigem Niveau.

Hersfeld-Rotenburg - Zum Stichtag 31. März 2020 lebten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Hersfeld-Rotenburg 120 646 Menschen. Zum Vergleich: Ende des vergangenen Jahres waren es 73 mehr.

Grund für die Entwicklung in Hersfeld-Rotenburg ist nach Angaben der Statistiker, dass im Kreis mehr Menschen sterben als geboren werden. Der Sterbeüberschuss liegt bei 242. Und das, obwohl eine Frau im Landkreis 2019 statistisch gesehen 1,75 Kinder zur Welt gebracht hat – das ist der höchste Wert in ganz Hessen. Positiv für den Standort Hersfeld-Rotenburg ist, dass 185 Menschen mehr ins Kreisgebiet ziehen als wegziehen.

„Die Bevölkerungszahl ist mit einer Abnahme von lediglich 0,06 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember annähernd identisch“, kommentiert Landrat Dr. Michael Koch die neuen Zahlen. „Gleichwohl verfolgen wir unser Ziel, die Anstrengungen in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur und Kinderbetreuung zu intensivieren. Wir wollen jungen Menschen und Familien ein attraktives Lebensumfeld bieten.“

Das Augenmerk gelte auch älteren Menschen, die auf eine gute Vernetzung und flächendeckende medizinische Versorgung angewiesen seien. Koch: „Insgesamt bin ich überzeugt, dass die von uns getroffenen Maßnahmen dem demografischen Wandel entgegenwirken werden.“

2015 war die Bevölkerungszahl vor allem durch aufgenommene Flüchtlinge von rund 119 000 auf mehr als 121 000 angestiegen. Seitdem nimmt die Zahl kontinuierlich wieder ab.

Das Durchschnittsalter im Kreisgebiet beträgt 46 Jahre. Die älteste Bevölkerung hat Nentershausen (49,4), das jüngste Durchschnittsalter haben die Menschen in Alheim (44,2) – liegt damit aber immer noch über dem Hessenschnitt (43,9).

Prozentual gesehen sind die meisten Frauen in Bad Hersfeld gemeldet (51,1 Prozent). In Breitenbach/H. leben die meisten Männer: 55,2 Prozent. Auf Kreisebene halten sich die Geschlechter allerdings bis auf einen Unterschied von 0,2 Prozentpunkten die Waage.

Die meisten Nichtdeutschen leben nach Angaben des Landesamtes in Bad Hersfeld. In der Kreisstadt beträgt der Anteil der ausländischen Bewohner 17 Prozent, das ist jeder Sechste. Die wenigsten Nichtdeutschen sind in Schenklengsfeld gemeldet (drei Prozent).

So verteilen sich die Einwohner im Kreis Hersfeld-Rotenburg

120.646 Menschen leben aktuell im Landkreis. Die einzelnen Kommunen im Überblick: Bad Hersfeld (29.966 Einwohner), Rotenburg (14.462), Bebra (13.936), Heringen (7141), Ludwigs-au (5504), Niederaula (5310), Wildeck (4934), Alheim (4920), Schenklengsfeld (4343), Philippsthal (4096), Kirchheim (3564), Hauneck (3181), Hohenroda (3037), Neuenstein (3036), Haunetal (2912), Nentershausen (2568), Friedewald (2431), Ronshausen (2350), Breitenbach/H. (1637), Cornberg (1318). 

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