40-Jähriger ist neuer Chef

Wechsel an Polizeispitze im Landkreis: Martin Nickl leitet nun Direktion

+
Wachablösung: Rainer Neusüß (links) gibt die Leitung der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg an Martin Nickl ab.

Die Polizeidirektion das Landkreises hat einen neuen Leiter: Es ist Martin Nickl, der bisherige Chef der Hersfelder Kripo und Stellvertreter seines Vorgängers Rainer Neusüß.

Rund 200 Gäste kamen gestern auf die Wache in Bad Hersfeld, um den Wechsel an der Spitze offiziell zu begehen.

Viel Lob gab es dabei für Rainer Neusüß. Der 51-Jährige hatte die Direktion vier Jahre lang geführt und arbeitet nun in gleicher Funktion im Werra-Meißner-Kreis. „Er ist detailverliebt im positiven Sinne, differenziert stets und sagt immer klar seine Meinung“, sagte Günther Voß, Präsident des Polizeipräsidiums Osthessen. Er betonte, dass der Landkreis eine sehr hohe Aufklärungsquote bei Verbrechen habe und die Zahl der Verbrechen deutlich unter dem hessischen Durchschnitt liege. Besonders lobte Voß, ebenso wie – unter anderem – Landrat Dr. Michael Koch, „die vorbildliche Zusammenarbeit“ der Polizeidirektion mit anderen Akteuren wie Behörden und Rettungsdiensten.

Günther Voß, Polizeipräsident des Präsidiums Osthessen, lobte den bisherigen Direktionsleiter Rainer Neusüß.

Das Lob gab Neusüß in seiner Abschiedsrede an seine bisherige Belegschaft weiter, die übrigens erstmals in großer Zahl zu einem solchen Anlass eingeladen war (Voß: „Schließlich geht es um Ihren Chef, nicht den der Ehrengäste“). Einen besonderen Dank richtete Neusüß an seinen Nachfolger Nickl. „Eigentlich langweilt mich Harmonie, aber mit ihm war die Zusammenarbeit stets harmonisch, obwohl wir viel diskutiert haben.“

Der 40-jährige Nickl, der nach dem Abitur 1997 in Vacha bei der Polizei anfing und nebenbei 2007 das Erste Juristische Staatsexamen ablegte, griff bei seiner Vorstellung die Rede des Lullus-Feuermeisters auf. „Dass es in Bad Hersfeld vermeintlich Orte gibt, wo man nachts nicht vor die Tür gehen kann, halte ich für ein Gerücht“, sagte der zweifache Familienvater. „Der Landkreis ist sicher. Wir brauchen weiterhin einen kurzen Draht zu anderen Behörden und der Bevölkerung, damit das so bleibt.“

Kommentare