Erwerbstätige arbeiten im Schnitt 1387 Stunden pro Jahr

Kreis Hersfeld-Rotenburg hat zweithöchste Arbeitsleistung

Das Bild zeigt ein Säulendiagramm mit den Por-Kopf-Arbeitsstunden in den Landkreisen im Regierungsbezirk Kassel
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Das Bild zeigt ein Säulendiagramm mit den Por-Kopf-Arbeitsstunden in den Landkreisen im Regierungsbezirk Kassel.

Ein Erwerbstätiger im Kreis Hersfeld-Rotenburg arbeitet im Schnitt 1387 Stunden pro Jahr.

Hersfeld-Rotenburg - Das geht aus einer Erhebung des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ für das Jahr 2018 hervor.

Im Vergleich zu den anderen Kreisen im Regierungsbezirk Kassel ist das ein Spitzenwert. Lediglich in Waldeck-Frankenberg liegt die Arbeitsleistung pro Kopf zwei Stunden höher (1389). Diese Zahlen hat das Statistische Landesamt jetzt veröffentlicht.

Laut der Erhebung gab es 2018 – aktuellere Zahlen gibt es noch nicht – im Landkreis 63 600 Erwerbstätige. Das sind 500 mehr als im Vorjahr. Zu den Erwerbstätigen zählen beschäftigte Arbeitnehmer, Selbstständige und Familienangehörige, die in einem Betrieb mithelfen. Ihre Gesamtarbeitsleistung betrug 88,2 Millionen Stunden.

Nicht zum Arbeitsvolumen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden wie der Jahresurlaub, die Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit.

Ebenfalls unberücksichtigt bleiben in der Erhebung der Statistiker die nicht bezahlten Pausen für das Einnehmen von Mahlzeiten sowie die Zeit für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

Hessenweit stieg die Zahl der Erwerbstätigen in fast allen Kreisen etwas stärker als die Zahl der Gesamt-Arbeitsstunden. Damit gingen die geleisteten Stunden pro Kopf in fast allen Regionen im Vergleich zu 2017 leicht zurück: in Hersfeld-Rotenburg um eine Stunde.

Ein möglicher Grund für die unterschiedliche Entwicklung von Stunden- und Erwerbstätigenzahl vermutet der Arbeitskreis in der leichten Zunahme der Teilzeitarbeit insgesamt.

Die durchschnittliche Arbeitsleistung aller Beschäftigten in Hessen beläuft sich auf 1391 Stunden. Spitzenreiter sind die Frankfurter, die durchschnittlich 1433 Stunden pro Jahr arbeiten. Den letzten Platz teilen sich Gießen und Marburg-Biedenkopf mit jeweils 1339 Stunden. (Sebastian Schaffner)

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