Haupt- und Finanzausschuss berät den Haushalt

Keine Kürzung bei Hersfelder Vereinen

Viel zu tun: HFA-Vorsitzender Bernd Böhle (links) mit den städtischen Mitarbeitern Jerome Sauer und Hermann Höfer. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Acht Excel-Tabellenseiten von der Verwaltung plus 21 weitere Seiten mit den Änderungswünschen der Fraktionen: Das war der Arbeitsauftrag, mit dem sich der Haupt- und Finanzausschuss der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung in seiner Haushaltssitzung am Freitagnachmittag beschäftigen musste. Vorsitzender Bernd Böhle (FDP) hatte sich vorsorglich gleich auf eine Dauer von sechs Stunden eingerichtet.

Weil zu Beginn nicht absehbar war, welche Anträge mit welchen finanziellen Auswirkungen beschlossen werden würden, schmiss Böhle sogleich die Beratungsfolge um: die Höhe der wohl unvermeidlichen Anhebung bei der Grundsteuer sollte vom tatsächlichen Bedarf für den Haushaltsausgleich abhängig gemacht werden. Folglich wanderte die Entscheidung über die Steuererhöhung ganz nach hinten und wird voraussichtlich erst bei der regulären Sitzung in der kommenden Woche beantwortet.

Zwei bedeutende Punkte sind jedoch geklärt: Die Vereinszuschüsse, die laut dem Haushaltsentwurf des Magistrats pauschal um zehn Prozent gekürzt werden sollten, bleiben im bisherigen Umfang erhalten.

Auch bei den Festspielen gibt es keine nennenswerten Einschnitte. Zwar hatten die Ausschussmitglieder erheblichen Klärungsbedarf, etwa bei den Kosten für Bühne und Tribüne und bei der Frage, ob man mit Kauf oder Miete besser fährt. Auch die Reisekosten wurden hinterfragt und erläutert: Bei vielen Darstellern, die nur während der Aufführungen in Bad Hersfeld sind, werden diese Kosten gegen Beleg extra erstattet und sind kein Bestandteil der Gage.

Die gute Nachricht: Der hervorragend laufende Vorverkauf für die neue Spielzeit erlaubt eine Anhebung der Einnahmerwartung bei den Tickets um 200 000 Euro.

Breiten Raum nahmen auch die Kindergartengebühren ein. Ob Verzicht auf eine Erhöhung, einkommensabhängige Tarife oder gar Abrechnung nach Stundensatz – diese Diskussion war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

Die Kleinarbeit zum Haushalt wird im Ausschuss geleistet, die Gesamtbewertung und die finale Abstimmung folgen erst noch: Am Donnerstag, 2. Februar, ist es soweit. Beginn der Stadtverordnetenversammlung in der Stadthalle ist um 17 Uhr.

Von Karl Schönholtz

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