Kita Dippelmühle in Bad Hersfeld

Katzenkot im Sandkasten: „Das Problem häuft sich“

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Seit Ende vergangenen Jahres aus Gründen der Sicherheit gesperrt: Der Spielhügel auf dem Außengelände.

Bad Hersfeld – Ein Ärgernis: Auf der Sandspielfläche der städtischen Kindertagesstätte Dippelmühle in Bad Hersfeld verrichten vermutlich Katzen aus der Nachbarschaft ihr Geschäft. 

„Wir finden fast immer etwas, an manchen Tagen auch drei bis vier Häufchen“, sagt die stellvertretende Leiterin Manuela Spittel. Seit fast zwei Jahren bestehe das Kot-Problem nun schon. Und: „Es häuft sich.“

Bevor jemand mit seiner Gruppe rausgehe, müsse er – mit einer Schaufel „bewaffnet“ – zunächst nachschauen, ob es neue Hinterlassenschaften zu entfernen gibt. Wobei dies gar nicht immer sofort zu erkennen sei, da Katzen ihren Kot auch gern vergraben. Der weiche, bestenfalls trockene Untergrund kommt da gerade recht ...

Einmal im Jahr wird der Sand zwar ohnehin aufwändig gereinigt, mit Blick auf den Katzenkot reicht das aber natürlich nicht aus. Die etwa 30 Quadratmeter große Sandfläche ohne feste Begrenzung ist laut Spittel eine „viel und gern genutzte Spielfläche“ und gerade für die Krippenkinder „ein zentraler Punkt.“ Dass die Jüngsten mitunter noch im Sand krabbeln, alles anfassen und in den Mund nehmen, sei eben das Problem. Aktuell besuchen 22 Krippen- und 20 Kindergartenkinder die Einrichtung.

Seit Ende 2018 aus Sicherheitsgründen gesperrt: Der Spielhügel.

Die Fläche abzudecken, sei leider nicht so einfach. „Für diese Fläche bekommen wir keine Standard-Abdeckung“, erklärt Horst Gerlich, Bereichsleiter städtische Kindertagesstätten. Weil es für das gleiche Geld aber auch schon einen üblichen Sandkasten inklusive Abdeckung gäbe, werde über einen vier mal vier Meter großen Sandkasten als Alternative zumindest nachgedacht. Die Kosten dafür liegen laut Gerlich bei etwa 3000 bis 4000 Euro – Geld, das so eigentlich nicht vorgesehen ist.

Eine neue, höhere und in der Beschaffenheit andere Einzäunung stellt für Gerlich abgesehen von den Kosten ebenfalls keine Lösung dar: „Die Stubentiger kommen überall hoch.“

Was auf einer weiteren Spielfläche des Außengeländes indes geholfen hat, sind Hackschnitzel. Seitdem der Sand unter Schaukel und Spielhaus mit zerkleinertem Holz bestreut wurde, sei wenigstens dort fast kein Kot mehr zu finden. Allein der Bereich unter dem Spielhaus ist gesperrt, weil dieser trotzdem noch als Katzenklo herhalten muss. Das komplette Gelände mit Hackschnitzeln zu bestreuen, komme nicht in Frage: „Sand gehört für Kinder dazu“, sind sich Gerlich und Spittel einig. Der Bereichsleiter appelliert vielmehr an alle Katzenbesitzer.

Sobald wie möglich wieder hergestellt und freigegeben werden soll im Übrigen der Spielhügel mit Rutsche und Tunnel. Dort war nach Starkregen Ende 2018 Erde abgerutscht. Eine erste Firma, die die Schäden beseitigen sollte, hatte laut Horst Gerlich wieder abgesagt. Nun sei aber eine Lösung in Sicht. (nm)

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