Theater-Panoptikum im alten Gewölbe

Kathrin Gebhardt-Nieselt zeigt Skulpturen im Grebe-Keller

Neue Galerie: Kathrin Gebhardt-Nieselt stellt ihre Skulpturen im Grebekeller aus. Hier die Figurengruppe „Festspielgeflüster“. Foto: Christine Zacharias

Eine neue Galerie ist jetzt im Bad Hersfelder Grebekeller eröffnet worden. Doch kaum wurde sie vorstellt, ist ihre Zukunft ungewiss.

Denn sie ist im Keller unter dem Haushaltswarengeschäft Grebe untergebracht, dessen Schließung am Tag nach der Eröffnung bekanntgegeben wurde (unsere Zeitung berichtete).

Die erste Ausstellung im Vorkeller, auf halber Treppe zwischen dem Laden und dem Theaterkeller, gestaltete Kathrin Gebhardt-Nieselt. Zunächst skeptisch, sei sie von der Idee schnell begeistert gewesen, erzählt die Künstlerin, die seit vielen Jahren im Bad Hersfelder Kunstverein aktiv ist. Und weil die Idee von Renate Schmidtlein relativ kurzfristig an sie herangetragen wurde, gibt es in der Ausstellung auch keine neuen Arbeiten, sondern Figuren aus Gebhardt-Nieselts Fundus, die alle einen Bezug zum Theater haben.

Wer bereit sei, sich dem Zauber von Kathrin Gebhardt-Nieselts Figuren auszusetzen, könne viele bekannte Theaterpersönlichkeiten entdecken, stellte der frühere Intendant der Bad Hersfelder Festspiele und Theatermacher im Grebe-Keller, Holk Freytag fest: Hamlet, König Lear, Macbeths Hexen und natürlich der Faust flüsterten dem empfänglichen Betrachter unsterbliche Verse der Weltliteratur zu. Mit schwingender Linienführung und verstecktem Humor habe die Künstlerin ein Welttheater gebaut und mache – nicht nur wegen des leichten Materials Papier – die Leichtigkeit des Seins erfahrbar. Dafür sorgte bei der Vernissage auch Manuel Schmidtlein mit schwebenden Klavierklängen.

Die Ausstellung ist am heutigen Samstag und dann während des Hessentags geöffnet. zac

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