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Kampagne "azubi.komm": Auf digitalen Wegen Auszubildende finden

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Lernt Maler und Lackierer: Azubi Tim Morgendweck macht seine Ausbildung bei Möller - ihr Maler in Philippsthal.
Möchte seinen Ausbildungsberuf zum Maler und Lackierer anderen jungen Menschen näher bringen: Azubi Tim Morgendweck macht seine Ausbildung bei Möller - ihr Maler in Philippsthal. © Robin Kemmsies

Neue Wege gehen und junge Menschen gezielt ansprechen, um ihnen Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen: Das ist das Ziel der neuen Ausbildungskampagne „azubi.komm“.

Bad Hersfeld – Ins Leben gerufen wurde die Ausbildungskampagne von der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, der Kreishandwerkerschaft, der IHK-Regionalversammlung, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg und der Hersfelder Zeitung. In Kooperation mit den heimischen Betrieben soll so auf neuen Wegen einer wahren Not begegnet werden, Auszubildende zu finden und Lehrstellen besetzen zu können.

In der Academy der TROX X-FANS GmbH in Bad Hersfeld fand die Auftaktveranstaltung zu diesem neuen, stark digital ausgerichteten Projekt mit Unternehmerinnen und Unternehmern statt. Die Kampagne besteht im Wesentlichen aus zwei Bausteinen. Zum einen aus einer die beruflichen Perspektiven vor Ort aufzeigenden Zeitungsbeilage, die zum geplanten Start im Oktober erscheinen wird. 

Jugendliche gezielt auf Instagram ansprechen

Zum anderen geht es um die intelligente Nutzung von Social Media-Kanälen, die ab Oktober täglich mit Beiträgen bespielt werden. Vor allem über die Plattform Instagram, die bei zahlreichen Jugendlichen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, soll genau die Zielgruppe erreicht werden, für die eine Ausbildung ein Thema ist, die sich aber jedenfalls Gedanken machen müssen, wie es nach der Schule weitergeht. Selbstverständlich werden auch weitere digitale Kanäle genutzt, um Jugendliche dort zu erreichen, wo sie nun einmal einen großen Teil ihrer Freizeit verbringen.

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Mit dem Sonderdruck und durch die Beiträge in den Sozialen Medien hat die Kampagne vor allem ein Ziel: Die Attraktivität zahlreicher Ausbildungsberufe wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken – sowohl bei den Jugendlichen selbst als auch bei ihren Eltern, Großeltern oder Lehrern. Kürzlich erst hatte eine Frau aus Lichtenfels eine rege Diskussion im Internet ausgelöst, als sie vor ihrem Kind respektlos gegenüber der Bedienung an einer Supermarkt-Fleischtheke verhielt - die ganze Geschichte dazu lesen Sie hier.

Das Druckprodukt wendet sich verstärkt an das Umfeld der Jugendlichen, um die Wertschätzung für Ausbildungsberufe zu stärken, auch hier inhaltlich und gestalterisch in moderner, frischer Optik.

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Junge Azubis stellen ihre Ausbildungsberufe vor

Im digitalen Aufbau der Kampagne, die auf einen längeren Zeitraum und damit kontinuierlich ausgerichtet ist, liegt das Hauptaugenmerk auf dem direkten Kontakt zu Jugendlichen, die wiederum als Multiplikatoren den Spaß am jeweiligen Berufsbild erwecken.

Möglichst entspannt, originell, wahrhaftig, dabei durchaus auch lustig oder auch einmal provozierend werden mit Unterstützung aktueller Azubis als Vorbilder aus den lokalen Betrieben Einblicke in verschiedene Berufsbilder geliefert. So entstehen authentische und echte Berufs- und Ausbildungseindrücke, die spielerisch leicht verbreitet werden. Und zwar möglichst unter den Jugendlichen selbst.

Ausbildungsberufe wieder Attraktivität verleihen

Dass genau diese Annäherung an die Lebenswirklichkeit junger Menschen nötig ist, um vielen Ausbildungsberufen mehr Attraktivität zu verleihen und die Besetzung freier Ausbildungsplätze für die Zukunft zu sichern, unterstrichen am Montagabend nicht nur die verschiedenen Projektpartner. Auch die lebhafte Fragerunde, die sich nach der Präsentation der Kampagne unter den Veranstaltungsbesuchern entwickelte, ließ klar erkennen, wie sehr das Thema unter den Nägeln brennt.

Zur Teilnahme an der Kampagne erhalten interessierte Betriebe aus allen beruflichen Bereichen nähere Informationen bei der Anzeigenabteilung der Hersfelder Zeitung: Sandra Trausch-Dalitz, Tel. 06621 / 161-132 oder per E-Mail: trausch@hersfelder-zeitung.de

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Von Kristina Marth

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