Nachtreffen zum Open Space

Jugendliche sammeln Ideen, wie Bad Hersfeld für sie attraktiver wäre

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Attraktiver machen: Diese Jugendlichen arbeiten mit der Schulsozialarbeiterin Lisa Simla (links) an einem Konzept für freies W-Lan in den Parks in Bad Hersfeld. 

Bad Hersfeld. Öffentliches W-Lan, mehr Freizeitaktivitäten und mehr Shoppingmöglichkeiten – das sind die Themen, die Schüler in Bad Hersfeld vermissen.

Bereits im September hatte die erste Veranstaltung des "Open Space" des Stadtjugendrings und der Stadtjugendpflege Fachbereich Generationen unter dem Motto „Jugend bewegt Bad Hersfeld“ stattgefunden. Dort kamen über 400 Schüler zusammen und entwickelten Ideen, wie sie Bad Hersfeld für Jugendliche attraktiver machen können.

In lockerer Atmosphäre konnten die interessierten Schüler von der achten bis elften Klasse im Stadtjugendhaus gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stadtjugendpflege an den Dingen, die sie für wichtig halten, nun weiterarbeiten. Das Ziel des Abends: die Wünsche und Vorstellungen von den Plakaten der ersten Veranstaltung weiter konkretisieren.

In Kleingruppen diskutiert

Gestärkt mit Keksen und Getränken ging es an die Arbeit. „Ihr müsst sagen, wie ihr es gerne hättet“, sagte die Verantwortliche Ilona Yauno. Nachdem die Jugendlichen in Kleingruppen fleißig gearbeitet und diskutiert hatten, stellten sie sich die Ergebnisse abschließend gegenseitig im Plenum vor.

Um die Freizeitangebote in Bad Hersfeld zu verbessern, wünschen sich die Schüler eine Schlittschuhbahn oder eine Lasertag-Halle. „Diese Ideen sind nachvollziehbar, jedoch wenn überhaupt nur langfristig umsetzbar“, erklärt Ilona Yauno.

Kurzfristig sei es jedoch möglich, Ausflüge zu planen, wo man zum Beispiel das Schlittschuhlaufen mit anschließendem Shoppen in Frankfurt oder Kassel verbinden könne. Ein weiteres Thema, das die Jugendlichen bewegt, sind die Öffnungszeiten der Stadtbücherei. Besonders die Mädchen betonen, dass sie sich dort gerne zum Lernen treffen, da dort das Lerngefühl besser aufkomme als zu Hause. Längere Öffnungszeiten fänden sie gut. Für öffentliches W-Lan in den Parks gab es ebenfalls eine große Interessengruppe.

All die ausgearbeiteten Vorschläge werden nun an die Politiker weiter gegeben, die schon nach dem ersten Treffen von den Ideen der Jugendlichen begeistert gewesen seien.

Nicht von heute auf morgen

Trotzdem sei es wichtig, Geduld zu haben, da nicht alles von heute auf morgen umsetzbar sei, betont die Fachbereichsleiterin Jutta Hendler.

Die Stadtjugendpflege hat einen Newsletter eingeführt, über den Informationen zu Treffen verschickt werden. Bei Interesse kann man sich im Stadtjugendhaus, Dippelstraße 10, melden.

Am kommenden Freitag, 16. November, findet dort ab 15 Uhr eine Lesung für alle Interessierten zur Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ statt.

Von Gesa Göbel

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