666 Jahre Kathus: Wilddiebe feiern ausgelassen 

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Dampfende Köstlichkeiten: Zur 666-Jahrfeier von Kathus gab es zur Stärkung der Gäste ein deftiges Hausschlachtebüfett im Clubraum.

Kathus – Drei Tage lang haben die Kathuser „Wilddiebe“ am vergangenen Wochenende die 666-Jahrfeier ihres Ortes ausgiebig gefeiert.

Los ging es bereits am Freitag. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsteher Michael Barth zeigten der ehemalige Kathuser Förster Kurt Tiede und Hans Paul (Solztal TV) ihre Filme, die bei der 650 Jahrfeier und bei einem Straßenfest entstanden waren. Kurt Tiede hatte außerdem einen Film über „Rettet den Seulingswald“ dabei, der den Kampf der Waldhessen gegen Abholzpläne der US-Army in Erinnerung rief.

Der Samstag begann mit dem Programm der Vereine. Die Jugendfeuerwehr Solztal zeigte ihr Können bei Löschübungen vor der Solztalhalle. Die Gymnastikgruppe des SV Kathus lud mit Chiara Wenderoth zum Kinderschminken ein. Im Keller gab es ein Fun-Schießen des Schützenvereins und die Kegler hatten ihre Vier-Bahnenanlage geöffnet.

Bei Waffeln mit Kirschen trafen sich die Kathuser in der Halle beim Generationentreff. Der VdK-Ortsverband Kathus und der Vorsitzende Dieter Herter hatten einen Alterssimulationsanzug dabei, der vor allem bei jüngeren Probanten Nachdenklichkeit hervorrief. Und die Kleinen stellten beim Basteln mit Karla Paul, Anneliese Bock, Waltraud Harasty und Karin Lidzba ihr Können unter Beweis.

Am Abend lief ein kurzweiliger Festkommers mit Moderator Reiner Mähler ab.

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling überbrachte die Grüße der städtischen Gremien. Thomas Giese vertrat den verhinderten Landrat Dr. Michael Koch und mit einem „Hier ist der Scheck, ich bin gleich weg“ hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Der Kommers wurde durch Marisa Linß und Paul Adamaschek mit Unterstützung des TMP-Discoteams musikalisch aufgelockert.

Als ehemaliger Ortsvorsteher (1974 bis 1989) erinnerte Ernst Heyer daran, dass in Kathus schon sehr früh Maßnahmen zum Schutz der Flur und des Waldes liefen. Dann war Ortschronist Karlheinz Otto an der Reihe. Zahlreiche der von ihm gezeigten Bilder erinnerten an die vergangenen zehn Jahre. Dabei dienten ihm die Symbole Wasser, Erde, Luft und Himmel vom Brunnen am Lindenplatz als Leitmotive. Er schloss mit „So schön ist es bei uns“ seine Bildershow ab.

Zwischendurch stellte die Karnevalsgarde des SV Kathus mit ihrer Leiterin Franziska Gebauer den Gardetanz 2020 vor.

Zum Abschluss dankte Ortsvorsteher Michael Barth den Mitwirkenden und den vielen Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Er wies auf die Planungen hin, wonach ein Heimat- und Traditionsverein in Kathus gegründet werden soll. Mit den Worten: „Ich bin stolz auf Kathus“, beendete er den Kommers. (rt)

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