Einstimmiger Beschluss

Ja zu Kaufland freut Johannesberger Feuerwehr

Einstimmig hat die Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung die Kaufland-Pläne befürwortet. Davon profitiert auch die Feuerwehr auf dem Johannesberg.

Wie es sich bereits in den zuständigen Ausschüssen angedeutet hatte, befürwortet die Stadtpolitik die Ansiedlung eines Kaufland-Marktes aus dem Schlachthof-Gelände unterhalb der Hochbrücke. Das einmütige Ja wurde möglich durch die Verlagerung des Zerlegebetriebs der Raiffeisen Vieh und Fleisch (RVF) in das Gewerbegebiet Haune 2 "In den Giesen". So können 40 Arbeitsplätze in der Stadt gehalten werden, die anderenfalls wohl nach Bebra abgewandert werden. Der Fleisch- und Wurstverkauf der RVF soll dann im Kaufland-Markt erfolgen.

Der Verkauf des neuen Grundstücks an die RVF beschert der Stadt Einnahmen in Höhe von 225.000 Euro, die nun wiederum der neu gegründeten Feuerwehr im Stadtteil Johannesberg zugute kommen sollen. Statt eines Provisoriums kann dort nun zusammen mit dem bereits im Haushalt vorgesehenen Geld ein richtiges Funktionsgebäude geplant und dann auch gebaut werden.

Als eine "schwere Geburt mit glücklichem Ende" bezeichnete Karsten Vollmar (SPD) den seit Monaten vorbereiteten Beschluss. Inzwischen liege jedoch auch eine positive Ergänzung des ursprünglichen GMA-Gutachtens vor. Andreas Rey (CDU) wollte die breite Zustimmung auch als Signal an die Regionalversammlung verstanden wissen, die den Kaufland-Plänen noch zustimmen muss. Bernd Böhle (FDP), Bernd Stumpf (UBH) und Andrea Zietz (Grüne/NBL) gingen in ihren Stellungnahmen auch auf die erwarteten Auswirkungen auf die Innenstadt ein, sahen jedoch deutlich mehr Vor- als Nachteile. Zietz sprach zudem vom "Aufräumen in einer Schmuddeleecke"

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