Weniger Pleiten dank stabiler Wirtschaft

Insolvenzen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf Rekord-Tief

Bad Hersfeld – Die anhaltend stabile Wirtschaftslage hat die Zahl der Firmenpleiten im Kreis Hersfeld-Rotenburg im vergangenen Jahr auf ein Rekord-Tief fallen lassen.

„Noch nie hatten wir so wenig Anträge wie 2018“, teilte Dr. Rolf Schwarz, Leiter der Insolvenzabteilung am Amtsgericht Bad Hersfeld mit.

Lediglich 45 Firmen und selbstständige Unternehmer waren im vergangenen Jahr zahlungsunfähig geworden. 2017 hatte es noch 56 Unternehmen getroffen. In Jahren mit schlechterer Konjunktur hatte diese Zahl um die 100 gelegen.

Auch bei den Verbraucherinsolvenzen wurde im vergangenen Jahr mit 134 neuen Anträgen für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein neuer Tiefstand erreicht. „Üblicherweise waren es um die 200 Personen, die sich auf diese Art ihren finanziellen Schwierigkeiten gestellt haben“, berichtete Dr. Schwarz. Schon im Jahr zuvor waren es lediglich 151 Anträge gewesen. Die Zahl der Restschuldbefreiungen, also die der positiv abgeschlossenen Verfahren, lag 2018 bei 156.

„Mit unserer Statistik befinden wir uns im Bundestrend“, sagte der Insolvenzrichter. Schon in den letzten Jahren waren die Zahlen dank guter Konjunktur stetig gesunken. Niedrige Arbeitslosenzahlen hätten dafür gesorgt, dass mehr Menschen über regelmäßige Einkünfte verfügten und ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen könnten. Bei den örtlichen Logistikern werden nicht schlecht gezahlt, widersprach Dr. Schwarz Vorurteilen.

Allerdings, so gab er abschließend zu bedenken, gebe es mittlerweile erste Anzeichen, dass sich der Trend wieder umkehre. Aktuell sei das allerdings noch nicht durch Zahlen zu untermauern. " 

VON KARL SCHÖNHOLTZ

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