Wirtschaft macht Druck

IHK-Regionalversammlung positioniert sich vor Kommunalwahlfür ICE-Halt in Bad Hersfeld

Horst Müller, Vorstand der IHK-Regionalversammlung
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Horst Müller, Vorstand der IHK-Regionalversammlung

Die Regionalversammlung der Industrie- und Handelskammer hat im Vorfeld der Kommunalwahl die Positionen der örtlichen Wirtschaftsunternehmen im Landkreis benannt.

Hersfeld-Rotenburg - Dabei stehen die Digitalisierung der Schulen, die Fachkräftesicherung, der Erhalt vitaler Innenstädte, sowie die Sicherung des ICE-Halts in Bad Hersfeld ganz oben auf der kommunalen Agenda. Ziel der Regionalversammlung ist es, der örtlichen Politik Handlungsempfehlungen zu geben und zugleich Wachstumsimpulse zu setzen.

Als gewichtiges Thema, nicht nur in der Corona-Krise, bezeichnet der Vorsitzende der Regionalversammlung Horst Müller die digitale Anbindung der Schulen und der Berufsschulen. „Schade, dass man bei diesem wichtigen Punkt noch nicht weiter ist“, sagt Müller und kritisiert Blockaden durch große Konzerne wie die Telekom, aber auch die Preisvorstellungen der hiesigen Baufirmen. „Auch die Bürokratie steht sich oft gegenseitig auf den Füßen“, beklagt Vorstands-Mitglied Markus Gilbert von den Bad Hersfelder Stadtwerken, denn Geld sei an sich genug vorhanden.

„Unbedingte Unterstützung“ sagt die Regionalversammlung der Technischen Hochschule Mittelhessen mit Sitz am Schilde-Park zu. „Die Weiterentwicklung der dualen Studienangebote sind wichtig für die Firmen in der ganzen Region“, betont Horst Müller. HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm plädiert dafür, die „großartige Idee“ des Azubi-Campus, also Wohnangebote für Auszubildende von außerhalb unabhängig von der Entwicklung des Wever-Areals voranzutreiben.

Alle drei Vorstandsmitglieder sorgen sich um die Vitalität der Innenstädte – gerade auch in der Zeit nach Corona. Die vorhandenen Probleme seien hinlänglich identifiziert und es gebe genug Förderprogramme. Jetzt müsse gehandelt werden. Wir brauchen eine gemeinsame Begeisterung für das Thema Innenstadtentwicklung, fordert Markus Gilbert. In Rotenburg und Bebra sei diese bereits spürbar. Der jetzige Leidensdruck von Handel, Dienstleistern und Gastronomie mache ein schnelles Handeln notwendig. (Kai A. Struthoff)

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