Gewinner des Architektenwettbewerbs stehen fest

Ideen für das Festspiel-Funktionsgebäude in Bad Hersfeld liegen vor

Offen und lichtdurchflutet: Der erste Preis des Architektenwettbewerbs für das neue Funktionsgbäude für die Festspiele ging an den Entwurf der PFP Planungs GmbH aus Hamburg.
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Offen und lichtdurchflutet: Der erste Preis des Architektenwettbewerbs für das neue Funktionsgbäude für die Festspiele ging an den Entwurf der PFP Planungs GmbH aus Hamburg.

Das sogenannte Funktionsgebäude für die Bad Hersfelder Festspiele nimmt Gestalt an. Eine Jury kürte jetzt die Gewinner des Architektenwettbewerbs.

Bad Hersfeld - Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs hat der städtische Projektleiter Torsten Wiegand bereits vor über einer Woche dem Magistrat der Kreisstadt vorgestellt.

Jetzt teilt das Rathaus Einzelheiten zu dem Hessentagsprojekt mit. Wie berichtet soll am Standort des ehemaligen Zollhauses im Stiftsbezirk ein Neubau entstehen, in dem die bisher über dem Museum untergebrachte Festspielverwaltung und ein Teil der Werkstätten einziehen sollen. Auch eine Probenbühne ist vorgesehen. Das Gebäude soll Anfang 2023 bezugsfertig sein.

Ein elf-köpfiges Preisgericht unter Vorsitz von Architekturprofessor Helmut Kleine-Kraneburg hatte im Zuge des Wettbewerbs aus insgesamt 21 eingereichten Entwürfen drei Preisträger und zwei Anerkennungen ausgewählt. Neben einer hochrangig besetzten Jury mit Fachexperten aus ganz Deutschland haben auch Sachverständige des Landes Hessen, der Oberfinanzdirektion Frankfurt und der Denkmalpflege an der Entscheidung mitgewirkt. Für die Kreisstadt waren neben dem Bürgermeister und Stadträtin zum Winkel auch die Festspiele beteiligt.

Das Preisgericht folgende Preisträger und ihre Entwürfe gekürt:

- 1. Preis: PFP Planungs GmbH, Hamburg (17 000 Euro Preisgeld)

- 2. Preis: habermann.decker.architekte, PartGmbB, Lemgo (13 000 Euro)

Die habermann.decker.architekten Part GmbB aus Lemgo belegte mit Ihrem Entwurf den zweiten Platz.

- 3. Preis: VON M GmbH, Stuttgart (9000 Euro)

Dritter Preisträger ist der Vorschlag der VON M GmbH aus Stuttgart.

- Zwei gleichberechtigte Anerkennungen mit je 3000 Euro Preisgeld gingen an die NEW GbR aus Köln und an Schoener und Panzer Architekten BDA aus Leipzig.

Bürgermeister Thomas Fehling würdigte das „breite Spektrum der eingereichten Entwürfe und vor allem deren hohe Qualität“ und dankte den beteiligten Büros. Er lobte auch den Einsatz der Juroren, die sich „nicht geschont“ hätten. Es habe mutige und intensive Diskussionen gegeben. „Dass alle Beteiligten über zehn Stunden lang so starkes Engagement bewiesen haben, verdient allergrößten Respekt und Anerkennung..“

Im Anschluss an den Wettbewerb werde es nun ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern geben, teilt die Stadt mit. Ziel sei, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichtes, dass die Stadt einen der Preisträger mit den weiteren Planungsleistungen für das neue Festspielgebäude beauftragt.

Der Magistrat machte deutlich, dass im weiteren Entscheidungsprozess vor allem zwei Faktoren von Bedeutung sein werden. So müsse das abgestimmte Raumprogramm, also die von den Festspielen gewünschten Funktionalitäten, auch tatsächlich umsetzbar sein. Das neue Gebäude wird eine Probebühne, die Festspielverwaltung, die Büros der Intendanz und einen Teil der Werkstätten beinhalten. Zudem dürfe die Gesamtinvestitionssumme von fünf Millionen Euro nicht überschritten werden.

Der Magistrat dankte besonders Projektleiter Torsten Wiegand, der nicht nur „den Realisierungswettbewerb hervorragend geplant und vorbereitet, sondern in den vergangenen eineinhalb Jahren ein sehr stringentes Projektmanagement an den Tag gelegt hat. Bei ihm ist die Umsetzung des Festspielgebäudes in den besten Händen.“

Die Gewinner-Entwürfe und alle weiteren Arbeiten werden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt – sobald dies coronabedingt wieder möglich ist. (red/kai/zac)

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