ZWISCHEN DEN ZEILEN

Ein Update, Pendler und kein Scherz

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Karl Schönholtz

In unserer Kolumne "Zwischen den Zeilen" schreibt Karl Schönholtz über die Hessentags-App, eine ausgedehnte Metropolregion, eine verschobene Sperrung und Gespräche im Hinergrund.

Durfte man sich diese Woche noch verwundert am Kopf kratzen, weil die Handy-App zum Bad Hersfelder Hessentag ein trauriges Bild abgab, so kam am Donnerstag dann doch noch das dringend erforderliche Update – das allerdings auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein sollte.

Immerhin: Beim Öffnen der App ist neuerdings auf der Startseite das Logo mit dem Veranstaltungstermin zu sehen.

Immerhin: Die Übersichtskarte zeigt mit Hessentagsstraße, Festzugverlauf und Parkmöglichkeiten nicht mehr den Entwurf vom Oktober, sondern ist endlich aktualisiert.

Was aber immer noch nicht stimmt: Bei den Veranstaltungen in der Sparkassen-Arena am Jahnpark erscheint beim Klick auf die Karte die Hauptstelle der Bank in der Dudenstraße. ZZ Top, Roland Kaiser und die Just White Party in der Rotunde? Wohl kaum.

Verwundert hat in dieser Woche im Zusammenhang mit einer Neunutzung der Rotenburger Alheimer-Kaserne als Zoll-Schule, dass der Landkreis noch zur Metropolregion Rhein-Main gezählt wird. Wenn man sich aber bewusst macht, wieviele Menschen aus dem Bereich Hersfeld-Rotenburg jeden Morgen zu Arbeitsstellen in und um Frankfurt unterwegs sind, dann wird da vielleicht doch ein Schuh draus. Zu besichtigen ist das montags bis freitags am Bad Hersfelder Bahnhof, wenn alle Parkplätze besetzt sind und die Pendlerzüge im Pulk gestürmt werden.

Groß angekündigt hat Hessen mobil die Sperrung der Autobahnauffahrt Kirchheim in Richtung Osten und Norden ab dem 1. April. Bisher ist die Auffahrt jedoch noch immer befahrbar. Die Ankündigung sei kein Aprilscherz gewesen, versichert Pressesprecher Joachim Schmidt. Wegen der großen Umwege und Belastungen entlang der Umleitungsstrecke habe man sich entschieden, zunächst andere vorbereitende Arbeiten zu erledigen und die Auffahrt erst zum letztmöglichen Zeitpunkt zu sperren. Das soll nun am Montag, 8. April, gegen Mittaag passieren.

Große Pläne hatten der DRK-Kreisverband und die Gemeinde Friedewald: An prominenter Stelle im Ortskern sollte ein Gebäude mit Arztpraxis, Tagespflegeeinrichtung für Senioren, Physio- und Ergotherapie sowie Café und attraktivem Außenbereich entstehen. Der erste Spatenstich war für dieses Frühjahr angekündigt, die Gemeinde hat sogar schon Platz für Parkplätze geschaffen. Seit der DRK-Kreisverband sein Seniorenheim und damit auch das Bauprojekt ans Rote Kreuz Fulda abgegeben hat, ist es jedoch ruhig geworden.

Hinter vorgehaltener Hand wird in der Dreienberggemeinde schon gemunkelt, das Vorhaben sei längst zu den Akten gelegt und damit auch der zweite Anlauf zur Bebauung des Areals gescheitert. Tatsächlich wird dem Vernehmen nach hinter den Kulissen von den Beteiligten aber noch um Einzelheiten gerungen. Vom Tisch ist das Gesundheitszentrum damit offenbar noch nicht.

VON KARL SCHÖNHOLTZ

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