Ohne Straßensperrungen und veränderte Verkehrsführung geht es nicht

Hessentag in Bad Hersfeld: In den Stadtkern nur mit Genehmigung 

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Informierten Anwohner und sonstige Interessierte in der Stadthalle: vorn Anke Hofmann und Helge Assi, dahinter von links Martin Nickl, Markus Heide, Gunter Grimm, Tobias Reinhardt, Nadine Bock und Kerstin Kleine.

Bad Hersfeld. Wenn im Juni der Hessentag gefeiert wird, geht das nicht ohne Straßensperrungen und veränderte Verkehrsführungen. Anwohner können Durchfahrtsgenehmigungen beantragen.

Schließlich sollen sowohl Bürger als auch Besucher nicht nur fröhlich, sondern auch sicher feiern. Über 500 Interessierte nutzten am Dienstagabend bei der ersten von zwei Informationsveranstaltungen der Stadt die Gelegenheit, sich einen Überblick zu verschaffen und Fragen loswerden. Das Wichtigste in Kürze:

Die Zonen

Die Projektgruppe Sicherheit und Verkehr mit dem Ersten Stadtrat Gunter Grimm an der Spitze hat die Stadt für das Landesfest vom 7. bis 16. Juni in Sperrzonen beziehungsweise Sicherheitsbereiche eingeteilt, die Einschränkungen mit sich bringen (wir berichteten bereits). Die Zonen A, B und C sind unmittelbar von den Sperrungen betroffen. Die Zone D als Aufstellfläche ist hauptsächlich am zweiten Wochenende betroffen, wenn der Festzug stattfindet, der über den Stadtring führt und eine große Herausforderung für alle Anwohner darstelle, so die Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann. Die Hessentagsstraße mit den Verkaufs- und Unterhaltungsständen ist durch den dortigen Betrieb zwangsläufig gesperrt, dazwischen aber von etwa 0 bis 9 Uhr mit Genehmigung befahrbar (letzte Einfahrt: 8.30 Uhr). Grundsätzlich wird der Verkehr aus allen Himmelsrichtungen um den Stadtkern herum geführt.

Die Sperrungen

Um das Festgelände abzusichern, aber auch um Freiräume für die Anlieger der Hessentagsstraße zu schaffen und Fremdparker fern zu halten, werden feste Straßensperren aufgebaut und rund um die Uhr besetzte Kontrollstellen an den Zufahrtsstraßen zum Stadtring eingerichtet, die nur mit Genehmigung passiert werden können. Personenkontrollen finden dort nicht statt. „Die Stadt soll nicht wie die Burg von Prinz Eisenherz aussehen“, so Grimm, die Sicherheit habe aber oberste Priorität. „Auch wer in Frankfurt ins Stadion fährt, hat mit Einschränkungen zu leben“, sagte Martin Nickl, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg. Ebenfalls mit im Boot bei der Planung sind Hessen Mobil, die Rettungs- und Hilfsdienste sowie die Stadtwerke und überörtlichen Versorger.

Der Stadtring ist bis auf den westlichen Teil (Alter Kirchweg bis Gerwigstraße) gesperrt – mit Ausnahmen für Busse, Taxis, Hol- und Bringdienste und eben Leute mit Durchfahrtsgenehmigung.

Aufgebaut werden sollen die festen Sperren etwa vier bis fünf Tage im Voraus. „Alle Umleitungen und Regeländerungen werden natürlich entsprechend ausgeschildert“, so Hofmann.

Der Schwerverkehr

Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen wird es aus Sicherheitsgründen während des Hessentags sowie in der Auf- und Abbauphase im Stadtgebiet nicht geben. Auch die Tonnage des Versorgungsverkehrs werde entsprechend begrenzt, so Grimm. Mit einzelnen Geschäftsleuten habe man sich diesbezüglich schon verständigt.

Die Genehmigung

Anwohner, deren Besucher, Gewerbetreibende, Handwerker und Beschäftigte, die über einen privaten oder betriebseigenen, anfahrbaren Parkplatz verfügen (!), sowie Lieferanten können eine Zufahrtsgenehmigung beantragen, die auf das Kfz-Kennzeichen ausgestellt wird. Tobias Reinhardt vom Ordnungsamt rechnet mit 8000 bis 12 000 Genehmigungen inklusive Lieferverkehr und Handwerkern. Circa 3500 Anwohner seien in den Zonen A, B und C betroffen, so Reinhardt.

Den Antrag online stellen: Sandra Rudolph (hinten von links) und Lea Mohr helfen Ulrike Schran am Service-Terminal vor Ort, der allerdings kaum genutzt wurde.

Die Parkplätze

Anliegern an der Hessentagsstraße, die ihre üblichen Parkplätze nicht nutzen können, sollen Ausweichplätze in der Nähe angeboten werden, das gilt zum Beispiel für das Stadthaus. Zudem bestehe die Möglichkeit, sich in den Parkhäusern (Herkules und Neumarkt, eventuell City Galerie) einzumieten.

Die Busse

Die Shuttlebusse von den Besucherparkplätzen zum Festgelände werden über die Hochbrücke in die Hainstraße und zurück über die Berliner Straße fahren. Nur der Shuttle vom Wehneberg fährt zur Jahnhalle. Der ÖPNV wird in die Breitenstraße fahren (hin über die Frankfurter Straße, zurück über Duden-/Reichsstraße).

Die Servicestellen

Die Zufahrtsgenehmigungen können online ab heute, 10 Uhr, beantragt werden. In der Stadtbibliothek werden zudem zwei Serviceterminals eingerichtet. Versendet werden die Genehmigungen erst zwei bis drei Wochen vorher. Eine weitere Servicestelle soll kurz vor dem Fest voraussichtlich an der Landecker Straße im Technischen Rathaus entstehen.

Alle Informationen ab Donnerstag (10 Uhr) unter www.hessentag2019.de (Infos/Anwohner), Kontakt: verkehrhessentag@bad-hersfeld.de.

Alle Infos zum Hessentag in Bad Hersfeld

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