Mehr Druck als bei Lolls

Julia Scholz plant den Festzug für den Bad Hersfelder Hessentag

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Haben die komplette Strecke für den Festzug beim Hessentag in Bad Hersfeld vermessen: Maren Rimbach (links) und Julia Scholz – hier an der Meisebacher Straße. Foto: Nadine Maaz

Bad Hersfeld – Bis zum Beginn des Hessentags sind es noch 132 Tage. Doch schon jetzt plant Julia Scholz die Abschlussveranstaltung: Den Festzug mit rund 140 Beiträgen. 

Um 12.30 Uhr soll er am Sonntag, 16. Juni, beginnen – und etwa vier Stunden dauern, wie Organisatorin Julia Scholz von der Stadt Bad Hersfeld berichtet. Genau 2,1 Kilometer betrage die Strecke im Uhrzeigersinn über den Stadtring. Etwa genauso groß ist die Aufstellfläche an der Heinrich-Börner-Straße und Landecker Straße. 

Scholz und ihre Mitstreiter haben die Strecke exakt vermessen, auch um wichtige Fragen zu klären: Wo sind Engstellen oder besondere Gefahrenzonen, wo müssen die Absperrungen aufgebaut werden, wo können Toiletten und Verpflegungsstände stehen?

Der teils vierspurige Stadtring biete ideale Voraussetzungen, wenngleich die fast ganztägige Sperrung eben auch Einschränkungen mit sich bringe. Dass der Zug im Uhrzeigersinn verläuft, hat übrigens ganz praktische Gründe: Andersherum würde es am Übergang Dippelstraße/Meisebacher Straße sehr steil bergauf gehen. Außerdem sollen die Festzugteilnehmer die Ehrentribüne möglichst am Ende erreichen. In Bad Hersfeld wird die Tribüne mit etwa 470 Plätzen für geladene Gäste der Staatskanzlei und der Stadt über dem Wall im östlichen Schilde-Park hinter dem „wortreich“ errichtet.

Als Projektleiterin ist Scholz schon seit einigen Jahren auch für die Organisation des Lollsumzugs verantwortlich. Der Hessentagsfestzug sei allerdings doch noch eine größere Herausforderung und bedeute „etwas mehr Druck“, wie sie lachend, aber zuversichtlich berichtet. Es gibt feste Vorgaben etwa durch die TV-Übertragung des HR und vor allem strenge Sicherheitsvorkehrungen, in die die örtliche Polizei ebenso wie das Landeskriminalamt eingebunden sind.

Auch die Teilnehmer müssen sich an gewisse Vorgaben halten. So dürfen die Motivwagen nicht länger sein als 18,75 Meter, breiter als 2,8 Meter und höher als vier Meter. Die Kontrolle übernimmt das THW. Für die Fußgruppen gelten etwas weniger Regeln, Pferde zum Beispiel sind erlaubt, wenn sie einen festen „Betreuer“ haben, bestenfalls seien sie schon festzugerfahren. Waffenähnliche Gegenstände hingegen sind nicht gestattet. Finanzielle Unterstützung gibt es von der Staatskanzlei: 200 Euro sind es für Fußgruppen, 250 Euro für Motivwagen.

Alle Anmeldungen (siehe Hintergrund) landen am Ende bei Scholz und ihren Kollegen, die dann an die Feinplanung gehen. „Wir versuchen, möglichst alle zu berücksichtigen, und füllen entsprechend auf, wenn aus anderen Kreisen nicht alle Plätze in Anspruch genommen werden.“ Ganz vorne werden stets die Beiträge der Ausrichterstadt platziert, am Ende die der nächsten Hessentagsstadt. Über die Besucherzahl möchte Scholz noch nicht spekulieren. „Das kommt sicher auch aufs Wetter an. In den vergangenen Jahren war es aber immer schön.“

Hintergrund:

Anmeldungen für den Festzug

Für die Stadt und den Landkreis stehen jeweils etwa 15 Plätze im Festzug zur Verfügung. Bis zum 8. Februar werden noch weitere Anmeldungen angenommen. Formulare gibt es online unter www.hessentag2019.de. Die Gruppen direkt aus Bad Hersfeld bewerben sich bei der Stadt, Fachbereich Stadtmarketing, Julia Scholz, Weinstraße 16, 36251 Bad Hersfeld, E-Mail: festzug-ht@bad-hersfeld.de.. Alle anderen Bewerber aus dem Kreis wenden sich an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Jasmin Krenz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Friedloser Straße 12, 36251 Bad Hersfeld, E-Mail: jasmin.krenz@hef-rof.de

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