Fraktion spricht von "Verleumdung"

Bad Hersfelder CDU verteidigt Stadtrat gegen "Extrablatt"-Kritik

Gunter Grimm, Erster Stadtrat in Bad Hersfeld
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Gunter Grimm, Erster Stadtrat in Bad Hersfeld

Die CDU-Fraktion im Bad Hersfelder Stadtparlament verteidigt ihren ersten Stadtrat Gunter Grimm gegen Kritik des in der Stadt gratis verteilten „Extrablatts“.

Die CDU-Fraktion im Bad Hersfelder Stadtparlament verteidigt ihren ersten Stadtrat Gunter Grimm gegen Kritik des gratis verteilten „Extrablatts“. Herausgeber Bodo Neumann hatte in einem Kommentar Gunter Grimm als „Profiteur“ des losen Bündnisses zur Unterstützung von Bürgermeister Thomas Fehling bezeichnet. Die CDU bezeichnete diese Behauptung in einer Mitteilung als „Verleumdung“.

Bei der Kooperation im Stadtparlament sei „mitnichten ausschlaggebend gewesen, dass die CDU bei einer Zusammenarbeit mit der SPD nur Juniorpartner gewesen wäre, wie in dem Kommentar behauptet wird“, erklärt Fraktionschef Andreas Rey. Dass im Rahmen der Sondierungsgespräche auch Personalien diskutiert werden, sei ein völlig normaler und legitimer Vorgang, von dem alle Beteiligten, so auch die FDP und UBH, profitiert hätten.

Fraktion spricht von "Verleumdung"

Andreas Rey, CDU-Fraktionsvorsitzender

Zu den „Extrablatt“-Ausführungen zum Ausscheiden des damaligen Kurdirektors Felix Wimhöfer will sich die CDU aus rechtlichen Gründen und zum Schutz der Betroffenen nicht äußern. Den Vorwurf, Wimhöfer sei „massiv gemobbt“ worden, werde man so aber nicht stehen lassen. 

„Die Unterstellung, Mitarbeiter seien unter der Personalverantwortung Gunter Grimms oder gar von Grimm selbst gemobbt worden, entbehre nicht nur jeglicher Grundlage, sondern stelle eine bösartige Verleumdung dar“, erklärt Rey. Grimm verfüge über viel Erfahrung im öffentlichen Dienstrecht und habe bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung ein hohes Ansehen genossen. 

Plausible Begründung für Abberufung nicht genannt

Eine plausible Begründung für die Abberufung Grimms von dieser Aufgabe habe Bürgermeister Fehling bis heute nicht genannt, kritisiert Rey. Völliger Unsinn sei auch die Behauptung, Gunter Grimm habe als Erster Stadtrat durchgesetzt, dass der Hauptteil des Werbeetats für den Hessentag in Bad Hersfeld an die Hersfelder Zeitung gegangen sei. „Diese Entscheidung ist gemeinschaftlich mit großer Mehrheit in den entsprechenden Gremien getroffen worden und wir als CDU stehen nach wie vor dahinter“, betont Rey.

Die Behauptung des „Extrablatts“ habe mit qualitativem und neutralem Journalismus nichts zu tun, sondern beinhalte üble und gezielte Verleumdungen. „Wir werden nicht zulassen, dass unser Stadtrat in einer solch unwürdigen Weise verunglimpft wird“, so Rey. 

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