Im Nachgang zum Hessentag

FDP schlägt vor: Ein „Hersfeld-Tag“ für die Stadtteile?

Bad Hersfeld: Stadtverordnetenversammlung - Bernd Böhle
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FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle

Mit ihrem Vorschlag, die Bad Hersfelder Stadtteile und Ortsbezirke im Nachgang zum Hessentag in den Fokus zu nehmen, rannte die FDP zunächst offene Türen ein.

Die Konzentration vieler Aktivitäten, Veranstaltungen und Investitionen auf die Kernstadt ist in der Peripherie immer wieder mal Thema.

Doch die Idee eines „Hersfeld-Tags“, der jährlich wechselnd in einem Stadtteil veranstaltet werden soll, stieß schon bei der Vorstellung im Stadtverordnetenausschuss für Bildung und Kultur bei den versammelten Ortsbeiratsmitgliedern auf grundsätzliche Bedenken. Fast überall fehlt es an „Manpower“, sodass die Ausrichtung eines größeren Events kaum zu stemmen wäre.

Erst mal ein Meinungsbild

FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle versuchte, deshalb gleich zu beschwichtigen. Man wolle zunächst einmal ein Meinungsbild haben, Gedanken sammeln und Möglichkeiten ausloten. Dies soll allerdings möglichst schnell und spätestens bis zum Monatsende geschehen, damit eventuell erforderliche Finanzmittel noch für den Haushalt 2020 angemeldet werden können.

Worum geht es? Mit einem „Hersfeld-Tag“ könnte sich jeweils ein bestimmter Stadtteil im größeren Rahmen präsentieren. Nach den Vorstellungen der Antragsteller sollte das nicht nur durch ein mehr oder weniger beliebiges Fest geschehen, sondern auch durch Investitionen begleitet werden – so wie Bad Hersfeld als Ausrichter des diesjährigen Hessentags bei Landesförderungen besonders berücksichtigt wurde.

Böhle machte jedoch deutlich, dass die Dimensionen des Stadtteiltages natürlich angemessen niedriger wären, auch was eine Finanzspritze anginge. Keiner soll überfordert werden, nicht die Veranstalter, nicht der städtische Etat. Auch sei an einen „Helfer-Pool“ zur Unterstützung des jeweiligen Veranstalters zu denken.

Außerdem sei die Vorlage der Liberalen nur als Grundidee zu verstehen, versicherte Böhle, um die Diskussion über eine Stärkung von Kathus, Beiershausen, Heenes & Co. in die Wege zu leiten.

Aus der Reihe der Ortsvorsteher wurde darauf hingewiesen, dass bei allen Aktivitäten immer die gleichen Ehrenamtlichen im Einsatz wären – und die würden mit der Zeit immer weniger. Das gewohnte Programm sei so gerade noch zu leisten, Kapazität für mehr aber nicht vorhanden. Als Gegenvorschlag wurde ein „Stadtteil-Tag“ in der Kernstadt angeregt.

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