28-Jähriger festgenommen

Bad Hersfeld: Schüsse auf Somalier am Bahnhof - Täter hatte keine rechte Gesinnung

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Am Bahnhof in Bad Hersfeld schoss ein Mann mit einer Gaspistole.

Der Schuss am Bad Hersfelder Bahnhof auf einen Somalier hatte keinen rechten Hintergrund. Das teilte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Kassel jetzt auf Nachfrage mit.

Update am 23.10.2019 um 14.55 Uhr -

Ein 28-jähriger wohnsitzloser Deutscher, der gebürtig aus dem Werra-Meißner-Kreis kommt, hatte am 4. Oktober an Gleis 2 mit einer Gasdruckpistole auf den 18 Jahre alten Asylbewerber geschossen, der im Kreis Marburg-Biedenkopf gemeldet ist.  Der Mann blieb unverletzt, war aber mit Zeugen in Panik über die Gleise gelaufen. 

Einen konkreten Anlass für die Attacke gab es offenbar nicht, der Täter hatte Kokain und Alkohol konsumiert.

Erstmeldung vom 6.10.2019: Bad Hersfeld: 28-Jähriger schießt am Bahnhof auf Somalier

Das hätte auch anders ausgehen können: Am Bad Hersfelder Bahnhof hat ein 28-jähriger Deutscher auf einen 18-jährigen Somalier geschossen. Zeugen rannten in Panik über die Gleise. 

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagabend. Erste Details teilte die Bundespolizei aber erst jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung mit. 

Demnach soll ein 28-jähriger Deutscher gegen 19.15 Uhr auf Gleis 2 in Höhe des Aufzugs mit einer Gasdruckpistole auf einen 18 Jahre alten Somalier geschossen haben, der dabei aber nicht verletzt wurde. 

Zufällig zwei Zivilbeamte der Landespolizei vor Ort

Beobachtet wurde das Ganze zufällig von zwei Polizisten der Landespolizei in Zivil, die gerade auf dem Nachhauseweg waren. Die beiden konnten den Täter stellen und festnehmen. Sie brachten ihn anschließend zur Polizeistation in Bad Hersfeld.

Zeugen und Opfer rannten in Panik über die Gleise

Sowohl der Somalier als auch Zeugen des Geschehens sollen in Panik davongelaufen und teilweise auch über die Gleise gerannt sein.

Der Festgenommene ist laut Bianca Jurgo als Sprecherin der zuständigen Bundespolizei wegen Gewaltdelikten bereits hinreichend polizeilich bekannt. Gegen ihn werde nun wegen Bedrohung und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ob ein fremdenfeindliches Motiv zugrunde liegt, sei noch nicht bekannt. "Wir schließen nichts aus und ermitteln in alle Richtungen", so Jurgo.

Details zu Hintergründen der Tat noch unbekannt

Laut einer Augenzeugin, die sich bei unserer Zeitung gemeldet hat und ebenfalls weggerannt sei, habe der Mann, auf den geschossen wurde, eine Kapuze aufgehabt und einen schwarzen Gegenstand in der Hand gehalten. Weitere Details zu den möglichen Hintergründen der Tat sind allerdings noch nicht bekannt. 

Die weiteren Ermittlungen würden am Montag fortgesetzt, so die Polizei.

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