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Camping-Boom hält auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg an

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Mit dem Wohnwagen quer durch das Land: Das Ehepaar Hentschel aus Siegburg fühlt sich wohl auf dem Rotenburger Campingplatz. Sie verbringen hier zwei Nächte in ihrem Wohnwagen, bevor sie weiterfahren.
Mit dem Wohnwagen quer durch das Land: Das Ehepaar Hentschel aus Siegburg fühlt sich wohl auf dem Rotenburger Campingplatz. Sie verbringen hier zwei Nächte in ihrem Wohnwagen, bevor sie weiterfahren. © Marius Gogolla

Die drei großen Campingplätze in Kirchheim, Rotenburg und Heringen profitieren vom anhaltenden Camping-Boom. Die Betreiber müssen allerdings die Preise anheben.

Hersfeld-Rotenburg – Auch nach zwei Jahren der Corona-Pandemie ist der Camping-Boom ungebrochen. Davon profitieren auch die drei großen Campingplätze im Kreis Hersfeld-Rotenburg in Kirchheim, Rotenburg und Heringen. Die steigenden Energiepreise und die Inflation belasten allerdings auch die Platzbetreiber, was bereits teilweise zu Preisanhebungen geführt hat.

Anreise auch mal mit dem Kanu

„Wir sind an den Wochenenden fast immer ausgebucht“, sagt Phil Köberich vom Rotenburger Campingplatz. „Bei uns kann man natürlich mit dem Wohnmobil, dem Wohnwagen oder dem Fahrrad anreisen. Aber auch per Kanu, was schon besonders ist.“ Viele der Gäste seien Durchreisende, die Zahl der Familien und Fahrradreisenden steige beständig.

Der am Ufer der Fulda liegende Campingplatz, den Geschäftsführer Köberich zusammen mit seiner Mutter Ute Höllenbach-Köberich betreibt, wurde während der Pandemiezeit renoviert. Unter anderem wurden die Sanitäranlagen und das Rezeptionszimmer erneuert. In dieser Saison wurden die Preise für das Camping aufgrund der in vielen Bereichen gestiegenen Kosten angehoben.

Durchreisende von der Autobahn

Auf dem Kirchheimer Campingplatz Seepark sind in diesem Sommer laut Inhaber Heinrich Hartung weniger Gäste als erwartet. „Vor Corona kamen große Gruppen zu uns“, sagt Hartung. „Aber durch die Planungsunsicherheit haben nur wenige reserviert.“ Gruppenreservierungen seien für den erfolgreichen Verlauf der Saison wichtig, da viele Gäste nur für eine oder zwei Nächte blieben. Dies seien vor allem Durchreisende von der Autobahn.

Der Platz befindet sich nahe des Hattenbacher Dreiecks am Ibra-Stausee in der Gemeinde Kirchheim, wo es eine Badebucht sowie die Möglichkeit des Wasserski-Fahrens gibt. Die Preise für das Camping hat Hartung unter anderen wegen der steigenden Energiepreise ebenfalls etwas angehoben.

Werra Camp in Heringen: Hier bietet sich den Gästen eine beeindruckende Kulisse mit dem Monte Kali im Hintergrund.
Werra Camp in Heringen: Hier bietet sich den Gästen eine beeindruckende Kulisse mit dem Monte Kali im Hintergrund. © Marius Gogolla

Beliebt auch bei Radfahrern

„Viele unserer Dauercampingplätze sind schon lange ausgebucht“, berichtet Jo Mennings vom Heringer Werra Camp. „Nach einem eher ruhigen Start in die Saison ist jetzt einiges los, was mich sehr freut.“ Auch Radfahrer und Familien mit Kindern übernachteten häufig auf dem Campingplatz nahe des Monte Kali, mit steigender Tendenz.

Die Preise für den Aufenthalt konnte Mennings stabil halten, trotz Corona-Pandemie und gestiegener Kosten. Eine leichte Erhöhung sei jedoch zukünftig unumgänglich. (Marius Gogolla)

Zahl der Camper nimmt jährlich zu

Der Urlaub auf dem Campingplatz kommt immer mehr in den Trend. Rund 31 Millionen inländische Gäste auf den deutschen Campingplätzen erfasste das Statistische Bundesamt in der Saison des Jahres 2020. Die Tendenz ist seit vielen Jahren steigend. Auch die Zulassungen von Wohnmobilen hat sich laut Caravaning Industrie Verband in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Ebenso steigt laut des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs die Zahl der Fahrradreisenden. (mag)

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